Konzernbetriebsvereinbarung bietet Rahmen und schafft Strukturen

Die konsequente Beachtung und Einhaltung aller geltenden Gesetze, Regeln und Vorschriften ist für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Unternehmens von besonderer Bedeutung. Eine zwischen Arbeitgeberin und Konzernbetriebsrat geschlossene Compliance Vereinbarung bietet nun den Rahmen für die in der St. Georg Unternehmensgruppe bestehende Richtlinien, Standards und Vereinbarungen und beschreibt die Einrichtung und die Wirkungsweise eines internen Compliance-Management-Systems (CMS).

„Die St. Georg Unternehmensgruppe unterliegt mannigfaltigen Gesetzen und Regeln, die jeder einzelne Beschäftigte im Arbeitsalltag einhalten muss. Die Konzernbetriebsvereinbarung trägt dazu bei, die für uns geltenden Regeln für alle transparent, verständlich und damit lebbar zu machen“, erklärt Claudia Pfefferle, Geschäftsführerin und Arbeitsdirektorin des Klinikums St. Georg. Dr. Iris Minde, Geschäftsführerin und Sprecherin stellt fest: „Als kommunales Krankenhaus-Unternehmen ist die St. Georg Unternehmensgruppe in einem hochsensiblen Dienstleistungsbereich tätig und nimmt regional als auch überregional eine gesellschaftlich hochrelevante Aufgabe der Daseinsvorsorge wahr. Vor diesem Hintergrund tragen alle Beschäftigten eine besondere Verantwortung für das Wohl der Patientinnen und Patienten und deren Vertrauen in unsere Tätigkeit.“

Im Rahmen konstruktiver Verhandlungen mit dem Konzernbetriebsrat konnte ein gemeinsames Grundverständnis von Compliance erarbeitet werden. Die neue Konzernbetriebsvereinbarung beinhaltet neben Richtlinien und Standards auch die Integration eines Compliance-Management-Systems sowie die Berufung eines Compliance-Beauftragten, der Prozesse systematisch überwacht und als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung steht. „Als Konzernbetriebsratsvorsitzender freue ich mich, dass auch die Unternehmensgruppe St. Georg sich zu einem „Grundgesetz“ bekennt. Es gilt für alle mehr als 3.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Klinikums. Geschäftsführung, Management, Belegschaft – wir müssen gemeinsam Verantwortung für unser St. Georg übernehmen“, verdeutlicht Markus Scholz und ergänzt, dass die Vereinbarung auch ein wichtiger Bestandteil im Hinblick auf die Umsetzung des Leipziger Corporate Governance Kodex in städtischen Gesellschaften und Beteiligungen ist.

 

St. Georg Unternehmensgruppe
Die St. Georg Unternehmensgruppe gehört zu den größten und traditionsreichsten Gesundheitseinrichtungen in Mitteldeutschland. Jährlich werden rund 42.000 Patienten stationär sowie teilstationär versorgt und zudem rund 125.000 Patienten ambulant behandelt. Die Anzahl der operierten Patienten liegt bei jährlich ca. 21.000. In den kommenden Jahren erfährt das Klinikum am Standort Eutritzsch die umfassendste Investition in die
bauliche Infrastruktur seit Bestehen. Ein neues Ambulanzzentrum wird Ende 2021 eröffnet. Danach folgt der Bau eines zweiten internistischen Zentralgebäudes, mit dem das Klinikum die Entwicklung zu einer der modernsten Gesundheitseinrichtungen im Raum Leipzig vollziehen wird.
Die Klinik für Infektiologie ist eines von sieben Kompetenz- und Behandlungszentren in Deutschland und versorgt Patienten auf höchstem medizinischen Niveau im Raum Mitteldeutschland. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Fachbereiche Infektiologie, Nephrologie und des Medizinischen Zentrallabors ist das Klinikum wesentlich an aktuellen Studien zur Corona-Forschung, auch mit externen Partnern, beteiligt.
Das Schwerbrandverletztenzentrum am Klinikum St. Georg behandelt jährlich bis zu 200 Brandverletzte. Als einziges Zentrum dieser Art in Sachsen behandelt es nicht nur Brandverletzte aus dem gesamten Bundesland, sondern auch aus den angrenzenden Bundesländern Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Bayern.
Die Unternehmensgruppe mit ihren sieben Tochtergesellschaften und vier Krankenhausstandorten – der Unternehmenssitz sowie zwei weitere befinden sich in Leipzig und einer in Wermsdorf – beschäftigt rund 3.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und setzte im Jahr 2017 265 Millionen Euro um.
Als Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Leipzig bildet das Klinikum Medizinstudenten aus. In der Medizinischen Berufsfachschule erlernen über 250 Auszubildende einen Pflegeberuf.
Gesellschafter des Klinikums St. Georg, dessen Geschichte mehr als 800 Jahre zurück reicht, ist die Stadt Leipzig.
www.sanktgeorg.de