Klinikum Mittelbaden, 19.02.2021: 

Aktuell sind es medizinische Handschuhe, die besonders schwer zu bekommen sind. Die medizinische Materialbeschaffung in den Einrichtungen des Klinikums Mittelbaden (KMB) steht durch die Corona-Pandemie immer noch vor großen Herausforderungen. Diane Hohenstein (Leitung Einkauf, Versorgung und Apotheke), Laura Müller (Leitung Einkauf) und Sabine Marty (Leitung Zentrallager) müssen sich damit täglich auseinandersetzen. Doch bislang haben sie Apotheke und Einkauf des KMB gut durch die schwere Situation geführt – auch dank ihrer unermüdlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

In der Praxis erleben die drei Logistik-Spezialistinnen, dass die bereits bekannten Lieferengpässe einiger Artikel seit Beginn der Pandemie vor einem Jahr in manchen Bereichen nach wie vor bestehen. „Gerade am Anfang der ersten Pandemiephase wurde bei uns nur noch sehr wenig Händedesinfektionsmittel seitens der Firmen ausgeliefert, obwohl der Bedarf um ein Mehrfaches gestiegen war. Es war ein Glück, dass wir frühzeitig mit einer anderen Apotheke und einem Weinbauern beziehungsweise Schnapsbrenner zusammen Ethanol hergestellt und abgefüllt haben. So konnte der Engpass gut überbrückt werden. Inzwischen hat sich die Situation wieder normalisiert“, erzählt Diane Hohenstein rückblickend.

Ein weiterer Engpass betraf die Flächendesinfektionslösung. Von einem Tag auf den anderen konnte für diesen wichtigen Baustein der täglichen Klinik-Hygiene kein Nachschub mehr geliefert werden. Dank einer engagierten Ärztin des Klinikums Mittelbaden und deren guten Kontakte spendete die Firma UHU Ethanol und füllte diesen in ihren Räumlichkeiten ab.

Die Liefersituation bei den inzwischen auch aus dem Alltag bekannten FFP2-Masken hat sich mittlerweile entspannt. „Zu Beginn der Pandemie hatten wir hier große Schwierigkeiten. Auch mit der Qualität. Einmal mussten wir sogar eine ganze Charge FFP2-Masken nach einer Partikelprüfung an den Lieferanten zurückschicken“, sagt Laura Müller. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage sind auch die Preise für andere Mundschutze gestiegen. „Die Kosten für einen Mund-Nasen-Schutz waren während der ersten Welle von 0,04 Euro auf 0,70 Euro gestiegen“, erinnert sich Sabine Marty.

Trotz der angespannten Liefersituation haben Hohenstein, Müller und Marty immer versucht, die Ruhe zu bewahren: „Die größte Herausforderung war es, die Nerven nicht zu verlieren und immer wieder einen Plan B und C bereit zu haben, falls Plan A nicht aufgeht“, betont Laura Müller. Vor allem die Einkaufsmengen haben sich durch Corona stark verändert. „Während wir früher eher zurückhaltend bestellt haben, fahren wir heute eine risikoärmere Variante und bestellen nun größere Mengen von kritischen Artikeln. So haben wir zum Beispiel inzwischen einen 2-Monatsbedarf an Desinfektionsmittel im Lager“, beschreibt  Diane Hohenstein die neue Vorgehensweise.

Trotzdem ist die Beschaffungslage in manchen Bereichen nach wie vor nicht einfach. „Im Laufe der Pandemie kommt es immer wieder zu Verschiebungen bei den Lieferengpässen. Während es in der ersten Welle vor allem FFP2-Masken, Mund-Nasen-Schutze, Schutzoveralls, Brillen, Visiere und Thermometer betraf, ist momentan die Lage bei den Handschuhen sehr schwierig. Aus diesem Grund haben wir vorsorglich ein spezielles Handschuhlager mit circa 30 Paletten eingerichtet“, so Sabine Marty.

Da viele Lieferengpässe mittlerweile zum Tagesgeschäft gehören, hat sich die allgemeine Situation aus Sicht der drei Expertinnen wieder etwas entspannt: „Vielleicht ist die Pandemie auch ein stückweit zur Gewohnheit und zum Alltag geworden, so dass wir besser damit umgehen können und uns nichts mehr so leicht aus der Bahn wirft“. Für die Zukunft wünschen sich Hohenstein, Müller und Marty, dass alle gesund bleiben und ihre „Mannschaft“ mit höchster Motivation weiter arbeitet. „Gemeinsam werden wir auch diese Welle meistern“, sind sie sich sicher.

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BU (Foto Dr. Ute Matern /Klinikum Mittelbaden)

Apotheke, Einkauf und Lager des Klinikums Mittelbaden sind während Corona besonders gefordert. V.li.:), Laura Müller (Leitung Einkauf) Diane Hohenstein (Leitung Einkauf, Versorgung und Apotheke und Sabine Marty (Leitung Zentrallager)