Keine Übertragungen auf Covid-Station nachgewiesen

Offenburg, 4. Februar 2021 – Nachdem im Ortenaukreis in der vergangenen Woche die ersten Fälle von Corona-Mutationen nachgewiesen wurden, sind auch im Ortenau Klinikum aktuell acht Fälle der Mutation „N501Y“ bekannt. In enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Ortenaukreises hat das Ortenau Klinikum zusätzlich zu seinem umfangreichen Hygienemanagement weitere Maßnahmen getroffen, um eine weitere Verbreitung der Virus-Mutationen zu unterbinden.

 Bei allen bisher bereits weiter differenzierten Virus-Mutationen handelt es sich um die aus Großbritannien bekannte Corona-Variante, die nach Experten leichter übertragbar ist als die ursprüngliche Form des Sars-CoV-2 Virus. Die Mutationen wurden bei Nachuntersuchungen von positiven PCR-Testergebnissen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Surveillance-Verordung des Bundesministeriums für Gesundheit ermittelt. Damit soll ein besserer Überblick über die in Deutschland zirkulierenden Varianten des Coronavirus erlangt werden.

Nachgewiesen wurden die Virus-Mutationen bei einem Patienten am Ortenau Klinikum in Kehl. Auch bei zwei Fällen, die am Ortenau Klinikum in Offenburg, Betriebsstelle Ebertplatz, bereits auf einer Covid-Station isoliert einliegen, wurden aktuell Virus-Varianten nachgewiesen. Bei daraufhin eingeleiteten zusätzlichen Reihentestungen sind keine weiteren positiven Testergebnisse aufgetreten. „Diese Ergebnisse zeigen, dass unser verstärktes Hygienemanagement auf unseren Covid-Stationen sehr gut funktioniert“ so Dr. Andreas Schröder, Chefarzt des Instituts für Klinikhygiene am Ortenau Klinikum.

Weitere fünf Fälle von Virus-Mutationen sind im Zusammenhang mit dem Ortenau Klinikum in Lahr aufgetreten. Der Nachweis einer Corona-Mutation erfolgte bei drei Patienten sowie zwei Beschäftigten der Klinik.

 Alle mit der Virus-Mutation infizierten Personen befinden sich in einer 14-tägigen Quarantäne oder auf Covid-Stationen des Ortenau Klinikums. Das Gesundheitsamt des Ortenaukreises hat bei der Mehrzahl der Fälle die engen Kontaktpersonen unmittelbar ermitteln können. Die Ermittlung weiterer Kontaktpersonen läuft.

Das Ortenau Klinikum hat in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Ortenaukreises weitere, über das bestehende Hygienemanagement hinausgehende Maßnahmen getroffen, um eine Verbreitung der Virus-Mutationen zu unterbinden:

Die über die routinemäßigen Corona-Testungen bei Mitarbeitern und Patienten der hinausgehenden Reihentestungen werden fortgesetzt und ausgeweitet.

Covid-19-Patienten mit einer Virus-Mutation werden räumlich getrennt von anderen Covid-19-Patienten versorgt. Die Unterbringung von ansteckungsverdächtigen Kontaktpersonen soll, soweit dies die räumliche Situation zulässt, in Einzelzimmern erfolgen.

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Reinigungsleistungen in der Klinik erbringen, werden in den kommenden Tagen per PCR-Test getestet. Das bereits bisher geltende Angebot für regelmäßige Antigen-Schnelltests gegenüber den Beschäftigten im Reinigungsdienst besteht weiterhin.

Auch das derzeit vermehrte Auftreten von Corona-Infektionen am Ortenau Klinikum Lahr-Ettenheim ist weiterhin im Fokus von Gesundheitsamt und Klinikum. „In den vergangenen 24 Stunden ist kein neues positives Testergebnis in Lahr hinzugekommen. Eine weitere Verschärfung in Bezug auf die Bettenbelegbarkeit in Lahr hat sich deshalb nicht ergeben. Wir hoffen, die Situation der vergangenen Tage bald überwunden zu haben“, so Christof Mutter, Verwaltungsdirektor des Ortenau Klinikums Lahr-Ettenheim.

 Die bereits bekannten Maßnahmen, wie beispielsweise ein Aufnahme- und Verlegungsstopp auf betroffenen Stationen sowie zusätzliche engmaschige Reihentestungen werden weiter aufrechterhalten. Das Klinikum passt die Bettenbelegbarkeit täglich an die aktuelle Situation an und ist weiterhin aufnahmebereit. Insbesondere die Notfallversorgung ist gewährleistet. Auch nimmt die Geburtshilfe weiterhin schwangere Frauen zur Entbindung auf.

An seiner Betriebsstelle in Ettenheim will das Klinikum nach einer Entscheidung der Klinikleitung die Einschränkungen des stationären Betriebes nutzen, um dort ambulante Operationen durchzuführen, die aktuell in Lahr nicht vorgenommen werden können. Nach dem bereits bestehenden Aufnahmestopp auf einer Station und der Einstellung der stationären operativen Elektivaufnahmen in den vergangenen Tagen sollen die vorhandenen OP-Kapazitäten in Ettenheim genutzt werden. Daneben ist die Versorgung von Notfallpatienten in Ettenheim weiterhin gewährleistet. Auch der ambulante Betrieb wie beispielsweise Sprechstunden und ambulante Termine findet weiterhin statt.

Über die jeweils aktuelle Situation an den Kliniken in Lahr und Ettenheim hat Verwaltungsdirektor Christof Mutter den Lahrer Oberbürgermeister Markus Ibert sowie den Ettenheimer Bürgermeister Bruno Metz ausführlich informiert.

 

 www.ortenau-klinikum.de