Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) informiert:

Dortmund (lwl). Als Primaballerina hat Monica Fotescu-Uta auf verschiedenen Bühnen weltweit getanzt, zuletzt im berühmten Ballettensemble des Theaters Dortmund. Jetzt arbeitet sie mit Patienten der Klinik des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Dortmund, und zwar als festangestellte Therapeutin für Choreosophrologie – eine von ihr selbst entwickelte Therapiemethode, die Patientinnen und Patienten dabei unterstützt, ihr inneres Gleichgewicht zu finden.

Mit neun Jahren beginnt Fotescu-Uta ihre tänzerische Ausbildung an der Ballettschule in Bukarest und bekommt nach dem Abitur eine Anstellung an der rumänischen Nationaloper. Danach folgen Anstellungen an Bühnen in Frankreich und in Deutschland. Die heutige Therapeutin beschäftigt sich aber auch schon früh mit der psychischen Belastung, die ihre Arbeit mitbringt: „Ich wollte für mich herausfinden, wie ich besser mit Stress umgehen und innerlich im Gleichgewicht bleiben kann.“ Aus diesem Grund beginnt sie in Belgien, Sophrologie – eine aus dem Yoga abgeleitete Entspannungstechnik – zu studieren. In Deutschland absolviert sie später zudem noch eine Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie.

In Kooperation mit dem Frederike-Fliedner-Haus in Dortmund gründet Fotescu-Uta eine inklusive Tanzgruppe, mit der sie bis heute arbeitet und tanztherapeutische Choreographien entwickelt. 2015 tritt die Gruppe mit einer Choreographie in der LWL-Klinik Dortmund auf und hinterlässt Eindruck: Die Primaballerina wird gefragt, ob sie ihre Therapiemethode einmal die Woche für Patientinnen und Patienten in der Klinik anbieten möchte. Ein Jahr später wird ihr die Festanstellung angeboten. „Obwohl ich weiter tanzen wollte und konnte, musste ich eine Entscheidung treffen“, erinnert sie sich. „Mein Vertrag am Dortmunder Theater wäre bald ausgelaufen und ich hätte das Opernhaus wechseln müssen, obwohl ich mich hier wohlfühle. Also entschied ich mich, ganz als Therapeutin beim LWL zu arbeiten.“

In der Dortmunder LWL-Klinik arbeitet sie mit stationär aufgenommenen Patienten und Patientinnen, aber auch im ambulanten Bereich in der Tagesklinik. In Gruppen von normalerweise bis zu 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern oder in Einzeltherapie unterstützt sie die Patientinnen und Patienten dabei, ihre innere Balance zu finden. Ihre Leidenschaft für das Ballett verfolgt Fotescu-Uta weiterhin: Zu Weihnachten tanzte sie beispielsweise auf der Dortmunder Bühne mit ihrer eigenen Produktion „InHouse“. Auch in der LWL-Klinik hat sie eine eigene Bühne, auf der sie ihre Choreographien mit den von ihr betreuten Tanzgruppen aufführt. „Ich schätze es sehr, dass mir hier Freiraum für Kreativität gegeben wird. Ich fühle mich von meinen Kolleginnen und Kollegen unterstützt und wertgeschätzt.“

Manchmal vermisst Fotescu-Uta den Zauber der großen Theaterbühnen: „Ich liebe die Atmosphäre auf der Bühne und das Theaterleben. Die konzentrierte Anspannung, die Musik, das Bühnenbild, die Kostüme, die Rituale und die positive Aufregung versetzen mich jedes Mal in eine andere Welt.“ Trotzdem war der Wechsel zum LWL für sie die richtige Entscheidung: „Ich arbeite gerne hier in der LWL-Klinik Dortmund. Wenn ich sehe, wie die Patientinnen und Patienten von meiner Therapie profitieren, dann schöpfe ich daraus viel Energie und Freude.“

Hintergrund
Die „ChoreoSophrologie“ ist eine bewegungsorientierte Methode, die Elemente der Bewegung, Achtsamkeit und Meditation miteinander verbindet. Diese Therapiemethode basiert auf einer aus dem Yoga abgeleiteten Entspannungstechnik, der Sophrologie.
Ziel der „ChoreoSophrologie“ ist die Wiederherstellung des Gleichgewichts zwischen Körper, Geist und Seele sowie die Vertiefung des Bewusstseins. Sie zeichnet sich durch die Verknüpfung von gezielten Bewegungen mit spezifischen Gedanken und Atmungstechniken aus.

Auf der Webseite der LWL-Klinik Dortmund finden Sie weitere bewegungstherapeuthische Angebote: https://www.lwl-klinik-dortmund.de/de/fuer-patienten-angehoerige/hilfe-therapie/bewegungstherapie/

Pressekontakt:
Michelle Fiege, LWL-Pressestelle und Angelika Herstell, LWL-Klinik Dortmund

 


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Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 18.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.