14. Oktober 2020

 

Universitäre Expertise spielt auch in zweiter Infektionswelle eine entscheidende Rolle

  • Dresdner Uniklinikum beteiligt sich an VUD-Kampagne

  • Corona-Ambulanz des Uniklinikums ist ausschließlich Anlaufstelle für Patienten mit Symptomen

  • Von der Empfehlung zur Pflicht: Uniklinikum erweitert vorbeugend Schutzmaßnahmen

  • „Corona-Tagebuch“ dokumentiert erste Infektionswelle

     

Plakate mit dem Slogan „Unser Wissen. Unsere Erfahrung. In jeder Situation. Spitzenmedizin für Deutschland“ hängen auch in der großen Ankunftshalle des Dresdner Hauptbahnhofs. Hinter der bundesweiten Kampagne des Verbands der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) steht angesichts steigender Fallzahlen von SARS-CoV-2-Infizierten auch das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden. Mit den Plakaten weisen die deutschen Universitätsklinika auf ihre besondere Rolle und den besonderen Auftrag hin, die in der Corona-Pandemie eine noch größere Aufmerksamkeit benötigen. Die Botschaft ist klar: Die Uniklinika sind immer für die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland da – und das mit Medizin auf höchstem Niveau. Um diese hochspezialisierten Kapazitäten nicht zu überlasten, ist es wichtig, dass der alltägliche Infektionsschutz nicht vernachlässigt wird und dass die Leistungen des Dresdner Uniklinikums nur von den Menschen in Anspruch genommen werden, die diese Hilfe wirklich benötigen. Wer aus reiner Neugier auf ein Testergebnis oder ohne triftigen medizinischen Grund sowie ohne vorhergehende Absicherung die klinikumseigene Corona-Ambulanz aufsucht, schmälert die Kapazitäten und schwächt so die Versorgung der akut an COVID-19 Erkrankten.

„Die Universitätsklinika haben sich bereits in der ersten Welle der Corona-Pandemie sehr schnell auf die neue Herausforderung eingestellt und versorgten vor allem die schweren CoViD-19-Fälle. Sie stehen mit ihrem besonderen Wissen und ihrer Erfahrung auch weiterhin bereit, und das nicht nur für CoViD-19-Patienten, sondern wie immer auch für Patienten mit allen anderen Erkrankungen“, sagt Professor Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Dresdner Uniklinikums sowie 1. Vorsitzender des Verbands der Universitätsklinika Deutschlands e.V. (VUD).

 

Wie es das Klinikum mit seinen vielen engagierten Teams in diesem Frühjahr geschafft hat, sich ad hoc auf die Pandemie einzustellen, dokumentiert das 60-seitige „Corona-Tagebuch“ mit einer detaillierten Chronologie sowie zahlreichen Fotos. Die Broschüre hat in den Belegschaften der Hochschulmedizin Dresden großen Wiederhall gefunden. Es erinnert an eine bewegte Zeit, in der es dem Uniklinikum und der Medizinischen Fakultät gelungen ist, den Herausforderungen der Pandemie mit großem Erfolg zu begegnen. „Dazu haben auch die häufig im Hintergrund agierenden Bereiche des Uniklinikums wesentlich beigetragen. Neben Einkauf und Logistik sowie IT gehören hierzu auch die Bereiche Personal und Recht, Finanzen, das kaufmännische wie medizinische Controlling und nicht zuletzt der Bereich Bau und Technik. Auch sie und nicht allein das häufig im Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit stehende ärztliche sowie pflegerische Personal oder die Wissenschaftler haben eindrucksvoll gezeigt, dass sie den Spirit der Hochschulmedizin Dresden – das ‚Carus-Gen‘ – leben“, sagt Janko Haft, Kaufmännischer Vorstand des Uniklinikums.

 

Besucher der Corona-Ambulanz müssen klare Kriterien erfüllen
Insbesondere nach den Wochenenden bilden sich wieder längere Warteschlangen an der in Haus 81 untergebrachten Corona-Ambulanz. Die Einrichtung des Zentralbereichs Klinische Infektiologie (KIF) ist Anlaufstelle für Patienten mit CoViD-19 spezifischen Symptomen, die keine Möglichkeit der Versorgung über einen niedergelassenen Arzt haben. „Personen, die von Reisen zurückkehren oder aus anderen privaten Gründen einen Test benötigen, werden in der Ambulanz nicht getestet. Sie sollen sich bei ihrem Hausarzt vorstellen“, sagt KIF-Leiterin Dr. Katja de With. Das Team der auf Infektiologie spezialisierten Ärztin verantwortet den Betrieb der Corona-Ambulanz. Interne Kooperationspartner sind das Zentrum für Innere Medizin, die Institute für Medizinische Mikrobiologie und Virologie sowie engagierte Medizinische Fachangestellte aus weiteren Einrichtungen des Universitätsklinikums.

Rat- und Hilfesuchende, welche die Kriterien der Corona-Ambulanz nicht erfüllen, wenden sich an einen niedergelassenen Arzt. Außerhalb der üblichen Sprechzeiten sowie an Sonn- und Feiertagen sichern die kassenärztlichen Bereitschaftsdienste (Telefon 116 117) die ambulante medizinische Versorgung. Wer Kontakt zu einer mit dem Corona-Virus infizierten Person hatte, wendet sich bitte an das zuständige Gesundheitsamt (zum Beispiel der Landeshauptstadt Dresden unter der Telefonnummer 0351 488 53 22). Das Gesundheitsamt entscheidet über die Notwendigkeit einer Testung zur Nachverfolgung von Infektionsketten.

 

Mit klaren Regeln Neuinfektionen vermeiden
Die Corona-Pandemie ist noch nicht ausgestanden: Aktuell steigen die Fallzahlen sowohl im Ausland als auch in Deutschland wieder rapide an. Dies hat das Dresdner Uniklinikum veranlasst, vorbeugend die Hygieneregeln für Patienten, Besucher und Mitarbeiter aller Bereiche zu verschärfen. „Die Vorgaben der regelmäßigen Händedesinfektion, des Tragens eines Mund-Nase-Schutzes sowie Abstandsregelungen bestanden für die Gebäude der Krankenversorgung seit Beginn der Pandemie. Für die Klinikumsmitarbeiter galten diese ebenfalls ausnahmslos. Unseren Patienten und deren Besucher hatten wir dies bisher lediglich empfohlen. Bisher reichte diese Maßnahme aus: Es gab keine Neuinfektionen, die ihren Ausgangspunkt im Universitätsklinikum hatten“, sagt Klinikumsvorstand Prof. Michael Albrecht. „Damit dies angesichts der steigenden Infektionszahlen so bleibt, wird aus der Empfehlung nun eine Pflicht, die ab sofort in allen Klinikumsgebäuden und für alle Anwesenden gilt. Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Kinder unter sechs Jahren und wenige Patientengruppen, die aus medizinischen Gründen, keinen Mund-Nasen-Schutz tragen können.“

 

 

Weitergehende Informationen

Die Motive der Kampagne finden Sie unter https://www.uniklinika.de/aktuellespresse/

Das Corona-Tagebuch des Uniklinikums Dresden kann hier heruntergeladen werden unter www.ukdd.de/corona-tagebuch 

 

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus   Verband der Universitätsklinika Deutschlands e.V.

Pressesprecher                                               Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

E-Mail: presse@uniklinikum-dresden.de

www.uniklinikum-dresden.de                     www.uniklinika.de

 

Die Deutschen Universitätsklinika
sind führend in der Therapie komplexer, besonders schwerer oder seltener Erkrankungen. Die 34 Einrichtungen spielen jedoch als Krankenhäuser der Supra-Maximalversorgung nicht nur in diesen Bereichen eine bundesweit tragende Rolle. Die Hochschulmedizin ist gerade dort besonders stark, wo andere Krankenhäuser nicht mehr handeln können: Sie verbindet auf einzigartige Weise Forschung, Lehre und Krankenversorgung. Die Uniklinika setzen federführend die neuesten medizinischen Innovationen um und bilden die Ärzte von morgen aus. Damit sind „Die Deutschen Universitätsklinika“ ein unersetzbarer Impulsgeber im deutschen Gesundheitswesen. Der Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) macht diese besondere Rolle der Hochschulmedizin sichtbar. Mehr Informationen unter: www.uniklinika.de

Spitzenmedizin für Dresden: Uniklinikum in deutschem Krankenhaus-Ranking auf Platz 2
Deutschlands größter, im Oktober 2019 zum achten Mal erschienener Krankenhausvergleich des Nachrichtenmagazins „Focus“ bescheinigt dem Universitätsklinikum Carl Gustav Dresden (UKD) eine hervorragende Behandlungsqualität. Die Dresdner Hochschulmedizin erreichte in diesem Jahr erneut Platz zwei im deutschlandweiten Ranking. Dies ist ein weiterer Beleg für die überdurchschnittliche Qualität der 21 Kliniken des UKD. Eine Vielzahl an Ärzten hatten Kliniken aus ganz Deutschland beurteilt. Hinzu kommen Qualitätsberichte der Kliniken sowie Patientenumfragen der Techniker Krankenkasse.

29 Krankheitsbilder wurden beim Focus-Vergleich für 2020 bewertet. Dabei schaffte es das Dresdner Uniklinikum mit 16 Indikationen jeweils in die Spitzengruppe. Top-Noten gab es für folgende Kliniken: Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Brustkrebs), Dermatologie (Hautkrebs), Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie (Darmkrebs, Gallenblasen-Operationen), Medizinische Klinik I (Darmkrebs, Leukämie), Neurochirurgie (Hirntumoren), Urologie (Prostatakrebs), Medizinische Klinik III (Diabetes), Psychotherapie und Psychosomatik (Angststörungen, Depression), Psychiatrie und Psychotherapie (Depression), Neurologie (Parkinson, Schlaganfall, Multiple Sklerose), sowie das UniversitätsCentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie (Endoprothetik, Unfallchirurgie, plastische-rekonstruktive Chirurgie).

 

Franziska Angermann, Pflegerische Leiterin der Notaufnahme des Zentrums für Innere Medizin, Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden und Dr. Simone von Bonin, Leiterin der Notaufnahme des Zentrums für Innere Medizin sowie Oberärztin der Medizinischen Klinik III des Uniklinikums präsentieren das Corona-Tagebuch. Foto: Uniklinikum Dresden / Holger Ostermeyer
Das Team der Notaufnahme des Zentrums für Innere Medizin am Dresdner Uniklinikum präsentieren das Plakat der VUD-Kampagne. Darunter sind Franziska Angermann, Pflegerische Leiterin der Notaufnahme (3. V.l.) und Dr. Simone von Bonin, ärztliche Leiterin der Notaufnahme (rechts). Foto: Uniklinikum Dresden / Holger Ostermeyer