FAU: Hightech Agenda Bayern in voller Fahrt
KI-Department gegründet, Spitzenleute berufen

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) kann auf ein erstes erfolgreiches Jahr der Hightech Agenda Bayern (HTA) zurückblicken: Im jüngst gegründeten Department Artificial Intelligence in Biomedical Engineering (AIBE) forschen bereits die ersten Professorinnen und Professoren an Projekten rund um Künstliche Intelligenz (KI) in der Medizin. Auch die Leitung des Departments ist inzwischen mit Prof. Dr. Björn Eskofier besetzt. Die ihr zugewiesenen 54 Professuren aus der HTA hat die Universität in einem internen Wettbewerb dort platziert, wo geplante Forschungsvorhaben den besten Beitrag zu den Zielen der Hightech Agenda leisten können.

Mit Prof. Dr. Björn Eskofier hat FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger einem seiner ausgewiesenen KI-Experten den Auftrag erteilt, das Department weiter auf- und auszubauen. Eskofier leitet derzeit den Lehrstuhl für Informatik 14 (Maschinelles Lernen und Datenanalytik) und ist Zweitmitglied in der Medizinischen Fakultät. Nun wird er organisatorisch mit seinem ganzen Team aus dem Department Informatik in das neue Department umziehen. Dort sind vor allem die KI-Professuren aus der HTA verortet, darüber hinaus aber auch weitere Professuren, die das Thema KI in der Medizin inhaltlich voranbringen. Das Besondere: Alle Professorinnen und Professoren im Department AIBE sind Mitglied sowohl in der Medizinischen als auch in der Technischen Fakultät und arbeiten interdisziplinär und fachübergreifend an der Schnittstelle zwischen Medizin und Ingenieurwissenschaften.

Der Bayerische Wissenschaftsminister Bernd Sibler verfolgt die Geschwindigkeit der HTA-Berufungen an der FAU mit Spannung: „Mit der Hightech Agenda Bayern und dem Beschleunigungsprogramm Hightech Agenda Plus haben wir für unsere bayerischen Hochschulen ein einmaliges und deutschlandweit beispielhaftes Investitionsprogramm aufgelegt. Die FAU ist als Gesundheitsknoten in unserem bayernweiten KI-Netzwerk eine tragende Säule in der KI-Entwicklung. Sie ist ein erstklassiger Innovationsstandort für Künstliche Intelligenz in der Medizin. Ich freue mich sehr, dass die Universität ihre Gestaltungsspielräume so hervorragend nutzt, um neue Technologien zu entwickeln und damit unser Leben Tag für Tag besser zu machen. Dank des großen Engagements unserer Hochschulen kann sich die große Kraft dieses Forschungsturbos hervorragend entfalten.“

„Nachdem Ministerpräsident Dr. Markus Söder die HTA ins Leben gerufen hatte, haben wir mit der zügigen Gründung des Departments AIBE ohne viel Federlesens dafür gesorgt, dass die HTA an der FAU schnell Fahrt aufnehmen kann. Wir konnten Spitzentalente damit gleich strategisch berufen und ihnen auch klare Perspektiven in Aussicht stellen“, sagt Präsident Joachim Hornegger. „Die HTA ist aus meiner Sicht nach wie vor der große Wurf: So viel Spielraum, inhaltliche Schwerpunkte zu setzen und die Weichen in Richtung Exzellenz zu stellen, gab es an der FAU kaum je – und vermutlich auch an den anderen bayerischen Universitäten nicht.“

Doch wie lassen sich ebendiese Weichen am besten stellen? Mit dem Department AIBE hat die FAU einen ersten Akzent gesetzt; weitere Professuren aber sollen innerhalb der FAU dort angedockt werden, wo die Profilbildung der Universität besonders profitiert: „Klar war von Anfang an: Eine solche Chance bekommen wir nur einmal – und mit dem Gießkannenprinzip wäre es eine vertane Chance. Und ich selbst bin immer schon der Meinung, dass Exzellenz nur durch Wettbewerb entsteht. Wir haben deshalb ein internes Ausschreibungsverfahren mit harten Kriterien. Und auf Basis der Anträge entschieden, wo wir als FAU am sinnvollsten strategisch investieren. Diejenigen Fakultäten oder Departments, die mit ihren Forschungsvorhaben – von Digital Humanities bis hin zu den Naturwissenschaften – das Profil der FAU am besten schärfen, haben damit die einmalige Möglichkeit, internationale Spitzenkandidatinnen und -kandidaten mit attraktiven Paketen an die FAU – und damit an den Hightech-Standort Bayern – locken.“

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