Kinder können Briefe und Mails ans Teddybär-Krankenhaus der Unimedizin schreiben

Teddy wird wieder gesund

Studierende der Unimedizin Greifswald eröffnen auch in diesem Jahr das Teddybär-Krankenhaus. Aller­dings sind wegen der Pandemie nur Ferndiagnosen möglich. Dazu können Kinder bis zum 7. Mai Briefe oder Mails an die engagierte Gruppe schicken. Die Kleinen bekommen dann Hinweise, wie sie ihrem Stofftier helfen können.

Die studentische Initiative nimmt Kindern spielerisch die Angst vor dem Arztbesuch. Dazu kamen in den vergangenen Jahren immer viele Kita-Gruppen zur Unimedizin. Vor Ort wurden die mitgebrachten Plüsch­tiere untersucht und behandelt. „Traurigerweise müssen wir auch für dieses Jahr unsere Teddybär-Kran­ken­haus-Woche absagen“, bedauert Sarah Fickler: „Damit die vielen Kuscheltiere in Greifswald und Umge­bung nicht noch ein weiteres Jahr ohne Behandlung bleiben müssen, möchten wir zu einem alter­nativen Teddy­bär-Krankenhaus einladen“, erklärt die Medizinstudentin. Gemeinsam mit ihrer Kommili­to­nin Josephine Eskaf leitet sie die Initiative seit zwei Jahren.

Eskaf erklärt die aktuelle Aktion: „Schicken Sie uns einfach mit Ihren Kindern die Geschichte Ihres kranken Kuscheltiers als Brief oder E-Mail, als Bild oder sogar im Video. Unser Team ausgebildeter Stofftierärzte und -ärztinnen wird sich dann mit praktischen Tipps und Tricks zurückmelden, wie es dem Kuscheltier bald wieder bessergehen kann.“

Bis zum 7. Mai können die Sorgen auf verschiedenen Wegen übermittelt werden: Per E-Mail an info@tbk-greifswald.de, über Facebook bei www.facebook.com/tbkgreifswald oder Instagram @tbk_greifswald sowie postalisch an: Teddybär-Krankenhaus, z.Hd. Fachschaftsrat Medizin, Fleischmannstraße 42, 17475 Greifswald.

Medizinstudentin Sarah Fickler versichert: „Wir freuen uns auf viele Kuscheltiergeschichten und hoffen, dass wir alle Kinder und Kuscheltiere im nächsten Jahr wieder in unseren Räumen begrüßen können.“

Parallel haben die Studierenden die Kitas der Region angeschrieben und sie ermuntert, kleine Außen­stellen des Teddybär-Krankenhauses bei sich einzurichten. Den teilnehmenden Einrichtungen hatte die Initiative eine kleine Box und eine Anleitung mit allem geschickt, was zur Versorgung eines kranken Kuscheltiers nötig ist.

Zum Hintergrund: Das Teddybär-Krankenhaus (kurz: TBK) ist eine ehrenamtliche studentische Initiative, in der es darum geht, Kindern spielerisch zu zeigen, dass es gar nicht schlimm ist zum Arzt oder zur Ärztin zu gehen. Normalerweise laden die Studierenden dazu jedes Jahr hunderte Kinder in ihren KiTa-Gruppen ein und zeigen ihnen, wie so ein Arztbesuch abläuft. Die Kinder bringen ihr liebstes Kuscheltier mit, das leider gerade am Tag des TBK krank ist. Die „Fachärzte für Stofftierheilkunde“ behandeln die kleinen Patienten dann. Von der Anmeldung über das erste Gespräch, die körperliche Untersuchung und natürlich die Diagnostik und Therapie sind die Kinder die ganze Zeit ganz nah mit dabei. Sie können helfen, Knochenbrüche im Röntgen zu erkennen und später zu gipsen; sie dürfen sogar im OP selbst mit Hand anlegen.

Foto: Maurice Hannemann