Knapp 480 Bürger:innen haben im Klinikum am Donnerstag und Freitag ihre erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Unterdessen steigt die Zahl der stationären Covid-Patient:innen. Das Klinikum erweitert Intensivkapazitäten und verschiebt planbare Eingriffe, sofern medizinisch vertretbar. Notfälle und dringende Behandlungen werden weiterhin durchgeführt.
Görlitz, 09.04.2021. Das Städtische Klinikum Görlitz ist seit Donnerstag temporäres Impfzentrum in Sachsen. Es hilft mit, die zusätzlich für die Grenzregionen zur Verfügung gestellten Dosen Biontech zu verimpfen. Innerhalb von anderthalb Wochen sollen 1.500 Erstimpfungen durchgeführt werden. „Das ist für uns ein wichtiger Beitrag, um eine schnelle und hohe Immunisierung in der Bevölkerung zu erreichen und wir sind froh über jeden, der sich impfen lässt“, sagt Geschäftsführerin Ines Hofmann. Zum einen schützen sich die Menschen damit vor schweren Covid-Verläufen. Zum anderen hilft jeder Geimpfte, die Krankenhäuser zu entlasten.
An den ersten beiden Tagen erhielten knapp 480 Bürger:innen ihre erste Impfung. Die zweite wird 21 Tage später durchgeführt. „Nur mit der Unterstützung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem ärztlichen und pflegerischen sowie dem Verwaltungsbereich können wir diese Aktion überhaupt stemmen, dafür sind wir sehr dankbar“, sagt Ines Hofmann. Das große Konferenzzentrum wurde entsprechend umgestaltet: kleine Impf- und Aufklärungsbereiche mit Trennwänden eingerichtet, Anmeldebereiche inklusive IT-Technik geschaffen etc. sowie entsprechende Wegeführung und Ausschilderung angebracht. Die Organisation der Terminvergabe läuft zentral über die DRK-Vergabeplattform. Das Ordnungsamt der Stadt Görlitz unterstützt bei der Koordinierung des Verkehrs und des Parkens. Bereits an den ersten beiden Tagen hat alles hervorragend geklappt. Die Bürger:innen sind überaus dankbar für den reibungslosen Ablauf. „Und sie sind vor allem sehr glücklich“ sagt Mechthild Guthke vom Klinikum. Für manche sei es wie ein zweiter Geburtstag. Andere sagen, wie froh sie sind, bald ihre Enkelkinder wieder in den Arm nehmen zu können. „Uns schlägt viel Dankbarkeit entgegen, es ist eine beeindruckende Atmosphäre“, sagt Pflegedirektorin Birgit Bieder, die ebenfalls mit impft.
Wie wichtig eine zügige Immunisierung der Bevölkerung ist, spiegelt sich unterdessen in der steigenden Zahl an Covid-19 Patient:innen wieder, die stationär behandelt werden müssen. Mit Stand Freitagmorgen, 7:30 Uhr, werden 30 Patient:innen mit schweren Covid-Verläufen versorgt. Zusätzlich gibt es vier Verdachtsfälle. Das Klinikum hat auf einer Etage eine komplette Station als Corona-Station eingerichtet sowie eine weitere Station für Verdachts- und Quarantänefälle. Ein interdisziplinäres Team aus versierten Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften kümmert sich um die Covid-Patient:innen. Die Versorgung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem intensivmedizinischen Bereich. Die 12 Betten, die nunmehr für Corona-Patient:innen vorgesehen sind, sind mit 10 Betten fast vollständig belegt. Um die nötigen personellen Kapazitäten für die Versorgung der Corona-Patient:innen bereitzustellen, werden fachübergreifend planbare Behandlungen und Eingriffe verschoben – sofern es medizinisch vertretbar ist. Notfälle und dringende, nicht aufschiebbare Behandlungen werden weiterhin durchgeführt.
Nach einer kurzen Atempause Ende Februar, ist das Klinikum hinsichtlich der Covid-Patientenzahl wieder bei Stand Anfang November 2020. Die dringende Bitte an die Bevölkerung ist weiterhin, sich und ihr Umfeld zu schützen: Mund-Nasen-Schutz tragen, Abstand halten, Händehygiene und Lüften – und IMPFEN! Der Besucherstopp bleibt als Schutzmaßnahme für Patient:innen und Mitarbeiter:innen bestehen (Über Ausnahmen mit negativem Testergebnis informiert das Klinikum auf der Homepage: www.klinikum-goerlitz.de)

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Foto: Mechthild Guthke,Gesundheits- und Krankenpflegerin sowie Pflegeexpertin für Demenz, impft eine Patientin.