Neues Gütesiegel der deutschen Krebsgesellschaft für das Klinikum Südstadt

Trotz der Corona bedingten Einschränkungen im vergangenen Jahr konnten alle Patienten mit einer Tumorerkrankung ambulant oder stationär am Klinikum Südstadt behandelt werden. „Die Versorgungssicherheit ist auch während der zweiten Corona-Welle vollständig gegeben. Krebs duldet keinen Zeitaufschub“, sagte die Chefärztin der Klinik für Innere Medizin III, Dr. Beate Krammer-Steiner (Foto). Die Onkologin reagierte damit auf besorgniserregende Studien, die einen Rückgang an Vorsorgeuntersuchungen und Krebsbehandlungen von rund 20 Prozent feststellten. Die Medizinerin appellierte an alle, notwendige Präventionsmaßnahmen unbedingt wahrzunehmen und bei verdächtigen Symptomen umgehend den Arzt aufzusuchen.

Auch während der Pandemie wurden die Anstrengungen zur Qualitätsverbesserung im zertifizierten Onkologischen Zentrum am Südstadtklinikum weiter vorangetrieben. So erfolgte unter anderem die erfolgreiche Erstzertifizierung des Zentrums für Hämatologische Neoplasien durch die Deutsche Krebsgesellschaft im September 2020. Damit war das Zentrum für bösartige Bluterkrankungen am Klinikum Südstadt die erste derart zertifizierte Einrichtung in Mecklenburg-Vorpommern. Dieses Gütesiegel, das erstmals seit 2020 vergeben wurde, sichert eine bestmögliche Behandlung nach neuesten Erkenntnissen und Qualitätsstandards bei bösartigen Bluterkrankungen wie beispielsweise einer Leukämie.

Kompetenznetzwerk wird weiter ausgebaut
„Die häufigsten Erkrankungen sind Blut- und Lymphdrüsenkrebs sowie das multiple Myelom (Knochenmarkkrebs). Eher selten treten eine sogenannte Mastozytose mit zu vielen körpereigenen Mastzellen oder komplexe hämatologische Erkrankungen auf“, erläuterte Dr. Beate Krammer-Steiner. Bei rund 100 Patienten wird jährlich eine bösartige Bluterkrankung am Klinikum Südstadt neu festgestellt. „Unser Ziel ist es, durch eine intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Experten aus allen beteiligten Fachgebieten jedem Patienten eine individualisierte und bestmögliche Therapie nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft anzubieten. Dazu legen wir sehr viel Wert auf die gemeinsamen Tumorkonferenzen, in denen die Therapie besprochen wird, sowie auf eine enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Hausärzten und Onkologen, den Krankenhäusern in der Region und mit der Universitätsmedizin Rostock. Dieses Kompetenznetzwerk wird durch den Leitenden Oberarzt Dr. Dietrich Gläser organisiert und kontinuierlich weiter ausgebaut“, unterstrich die Zentrumsleiterin.

Im Zuge der aufwändigen Zertifizierung wurden alle Klinikprozesse im Zentrum für Hämatologische Neoplasien überprüft und insbesondere das Aufnahme- und Entlassungsmanagement und die digitalen Abläufe nochmals optimiert. Seit dem 1. Januar 2021 werden Zuweisungen in diesem Bereich zudem über eine Onkologiemanagerin zentral koordiniert.

Hintergrund Zertifizierung
Die Deutsche Krebsgesellschaft möchte mit ihrem Zertifizierungssystem die Betreuung der onkologischen Patienten verbessern und in jeder Phase der Erkrankung eine Behandlung ermöglichen, die sich an hohen Qualitätsmaßstäben orientiert.
Weitere Informationen unter www.krebsgesellschaft.de

 

Anlage
Zertifizierungsurkunde

 

Klinikum Südstadt Rostock
Eigenbetrieb der Hanse- und Universitätsstadt Rostock
Südring 81, 18059 Rostock
Verwaltungsdirektor: Steffen Vollrath
Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. Jan Roesner
Pflegedirektorin: Sylvia Waterstradt

E
presse@kliniksued-rostock.de
www.kliniksued-rostock.de
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Porträtfoto: Klinikum Südstadt
Warnsignale ernst nehmen – die Onkologin Dr. Beate Krammer-Steiner appellierte an alle Frauen und Männer, die Krebsvorsorge nicht aufzuschieben. 

Foto: Joachim Kloock
Der Kampf gegen den Krebs ist Teamarbeit – für das neue Gütesiegel haben sich viele Mitarbeiter eingebracht – hier Oberärztin Dr. Maika Lestin (v. li.), Onkologiemanagerin Sylke Dobs und Stationsleiterin Andrea Zerbe mit der Chefärztin und Zentrumsleiterin Dr. Beate Krammer-Steiner.