Es ist ein Thema, welches im öffentlichen Diskurs rund um die Pandemie des neuartigen Coronavirus bislang noch nicht die Bedeutung hat, die es vielleicht langfristig haben wird: die gesundheitlichen Spätfolgen nach Überwindung einer akuten Infektion mit SARS-CoV-2. Dabei zeigen erste Studien sowie Erfahrungsberichte eine deutliche Tendenz – die betroffenen Patientinnen und Patienten leiden noch über Wochen und Monate an den Nachwirkungen. Hierzu zählen insbesondere Müdigkeit, stark verminderte Leistungsfähigkeit, Husten, anhaltender Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn, Ängste und Depressionen sowie in einigen Fällen sogar Luftnot. „Das ist ein Punkt, an dem wir als Pneumologen aufhorchen und genau hinschauen, ob sich die Lunge wirklich von COVID-19 erholt hat oder Veränderungen der Lunge bleibend sind z.B. mit Übergang in eine Vernarbung der Lunge“, betont Prof. Dr. Thomas Fühner, Chefarzt der Klinik für Pneumologie, Intensiv- und Schlafmedizin am KRH Klinikum Siloah.

Eine erste Langzeitstudie aus der chinesischen Stadt Wuhan kam zu dem Ergebnis, dass bei 63 Prozent der Patienten mit einem schweren Verlauf noch Abgeschlagenheit und Müdigkeit nach sechs Monaten bestanden. Bei 24 Prozent der Betroffenen war noch eine Belastungseinschränkung im Gehtest nachzuweisen. Drei Viertel aller Patienten litten also noch nach einem halben Jahr nach schwerer Erkrankung an den Spätfolgen. Eine italienische Studie mit 180 Teilnehmern kam zu einem ähnlichen Ergebnis: Hier litten nach drei Monaten sogar noch über 80 Prozent der Patienten unter den Krankheitssymptomen.

Zur Unterstützung der ambulanten Nachsorge von schweren COVID-19-Erkrankungen bietet die Klinik für Pneumologie, Intensiv- und Schlafmedizin daher eine Spezialsprechstunde an. Benötigt wird hierzu eine Überweisung vom Lungenfacharzt, Termine werden telefonisch unter 0511 927 2500 vergeben.


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Foto: KRH (Langzeitschäden durch COVID-19.jpg)
Prof. Dr. Thomas Fühner, Chefarzt der Klinik für Pneumologie, Intensiv- und Schlafmedizin am KRH Klinikum Siloah