Rotenburg, 25. März 2021 – Eine verbesserte Bildqualität und größere Untersuchungskapazitäten ermöglicht die neue ECAM Doppelkopf-Gamma-Kamera. Dieses moderne Diagnosegerät wurde in der Klinik für Strahlentherapie und Nuklearmedizin des Agaplesion Diakonieklinikums Rotenburg neu angeschafft, aufgebaut und installiert. Die Inbetriebnahme ist vor wenigen Tagen erfolgt, mit der Neuanschaffung wird ein älteres Modell abgelöst.

Mit einer ECAM Doppelkopf-Gamma-Kamera können Mediziner verschiedene menschliche Organe auf ihren Stoffwechsel und ihre Funktion hin untersuchen.

Die Nuklearmediziner, Dr. Beate Postler und Dr. Kai-Uwe Ehlers, nutzen die Gamma-Kamera beispielsweise für Myokard-Szintigrafien, also für Untersuchungen des Herzens in Bezug auf Durchblutung und Funktionalität. Das neue Großgerät kommt insbesondere bei Knochen-Szintigrafien sowie bei der Untersuchung von Nieren und weiteren Organen zum Einsatz. Einige spezielle Untersuchungen können nun wieder durchgeführt werden, beispielsweise des Gehirns bei der Diagnostik des Morbus Parkinson.

Mit dem Einbau des neuen Großgeräts wird das bisherige Gerät abgelöst. „Die Vorteile überzeugen: Es ist eine nicht invasive und sichere Untersuchung mit einer geringen Belastung für den Patienten“, erklärt Dr. Postler. „Dieses Gerät ermöglicht uns eine schnellere sowie präzisere Bildgebung.“

„Bei einer Szintigrafie verabreichen wir dem Patienten radioaktive Substanzen mit sehr kurzer Halbwertszeit“, erläutert Dr. Ehlers das Verfahren. Die Gamma-Kamera hält die Aufnahme und Verteilung dieser Substanz in den betreffenden Organen fest, stellt sie in einem digitalen Bild dar und macht sie damit sichtbar. Ein Kristall in der Kamera fängt dazu die einfallenden Gammastrahlen auf und wandelt sie in Licht um. Durch Verstärkung des Lichts und durch die Umwandlung in elektrische Impulse entsteht dann ein digitales Bild. Die Bildgebung erfolgt unter anderem als „SPECT“: Die Kamera macht Bilder aus verschiedenen Winkeln um den Patienten herum. Dadurch entstehen Schnittbilder, die eine sehr präzise Darstellung der Organe und ihrer Funktionalität ermöglichen.

Das neue Gerät wird bei stationären und ambulanten Patienten verwendet.

Der erste Einsatz der neuen Gamma-Kamera erfolgte Mitte März. Zuvor standen umfassende Schulungen des Personals auf dem Programm, so dass den Patienten reibungslose Abläufe und bestmögliche Qualifikation bei höchster Sicherheit erwarten.

Bildunterschrift: Swantje Rakow (v.l.), MTRA, mit Fachärztin Dr. Beate Postler und Oberarzt Dr. Kai-Uwe Ehlers bei der neuen Gamma-Kamera.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.diako-online.de

Das AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG gemeinnützige GmbH ist das größte konfessionelle Krankenhaus in Niedersachsen und akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg. Als Maximalversorger mit rund 185.000 Patientenkontakten im Jahr bietet es nahezu das gesamte Spektrum moderner Krankenhausmedizin. Die fortschrittliche Hochleistungsmedizin und die professionelle Pflege mit ihren christlichen Wurzeln zeichnen das Haus aus. Das Diakonieklinikum ist zertifiziertes „Überregionales Traumazentrum“ zur Behandlung von Schwerverletzten, zertifiziertes Endoprothetik- und Gefäßzentrum sowie Epilepsiezentrum und Medizinisches Zentrum für Erwachsene mit Behinderung. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Onkologie. Das Brustkrebszentrum sowie das Viszeralonkologische Zentrum mit der Ausrichtung Darmkrebszentrum und Magenkrebszentrumsind von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Zum Diakonieklinikum gehören außerdem Ausbildungsstätten, ein Reha-Zentrum und verschiedene Dienstleistungsbetriebe. Insgesamt arbeiten hier rund 2.500 Menschen.

Seit 2012 hält die AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft mit 60 Prozent die Mehrheit der Gesellschafteranteile; der Ev.-luth. Diakonissen-Mutterhaus Rotenburg e.V. hält 40 Prozent.

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Die AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft wurde 2002 in Frankfurt am Main von christlichen Unternehmen gegründet, um vorwiegend christliche Gesundheitseinrichtungen in einer anspruchsvollen Wirtschafts- und Wettbewerbssituation zu stärken.

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