29. Januar 2021

  • Der Bundesverband Pflegemanagement ehrt nachhaltiges und innovatives Handeln.
  • Erfolg durch neue Strukturen, ganzheitliche Ausrichtung der Pflege und interprofessionelle Zusammenarbeit.
  • Dank an Engagement der Mitarbeitenden und gelebte Teamarbeit.

Der Bundesverband Pflegemanagement zeichnet Jana Luntz, Pflegedirektorin am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, als Pflegemanagerin des Jahres aus. Das gab der Verband im Rahmen des Kongresses Pflege am Nachmittag des 28. Januars in Berlin bekannt. Mit dem Preis werden Pflegemanager der Top-Ebene geehrt, die die pflegerische Gesamtverantwortung für eine Einrichtung innehaben, durch nachhaltiges und innovatives Handeln überzeugen, ganzheitlich und ergebnisorientiert denken sowie Vorbildcharakter für andere Manager und Einrichtungen haben. „Heute ist ein guter Tag für unser Universitätsklinikum sowie die Hochschulmedizin und die Pflege in ganz Deutschland“, sagt Prof. Michael Albrecht, medizinischer Vorstand des Uniklinikums. „Ich bin sehr stolz auf diesen Preis, der zu allererst eine Auszeichnung an mein Team sowie die Pflegenden am Uniklinikum ist“, sagt die Preisträgerin Jana Luntz. „Ohne deren Engagement und die großartige Teamarbeit wäre ein erfolgreiches Pflegemanagement nicht möglich.“

 

„Jana Luntz gilt als wahre Vorreiterin ihrer Profession. Neue Akzente und Innovationen bringt sie mit dem erforderlichen Fingerspitzengefühl und einer klaren Zielorientierung ein. Dabei behält sie stets den Blick für das große Ganze. Jana Luntz gehört zu den Pflegemanagern, die den Unterschied machen. Bei allen Projekten geht es ihr immer um die Weiterentwicklung der Pflege als solches“, heißt es in der Begründung der Jury. 2015 übernahm Jana Luntz die Position der Pflegedirektion am Universitätsklinikum Dresden. Mit ihrer großen Expertise ist sie intern und extern gefragte Gesprächspartnerin und Gestalterin einer modernen, innovativen Pflege. Dabei ist ihr die interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen Medizin und Pflege, aber auch zwischen Theorie und Praxis sowie Ausbildung und beruflichem Wirken wichtig. Dieser Anspruch lässt sich nur im Rahmen neu geschaffener Strukturen realisieren. Jana Lutz hat dazu in den vergangenen Jahren unter anderen Stabsstellen zu den Themenkomplexen Innovationsmanagement, Pflegewissenschaft und sowie -forschung und Pflegecontrolling geschaffen. „Nur gemeinsam können wir gute Ideen entwickeln, umsetzen und so die Zukunft der Pflege aktiv gestalten“, sagt sie. Dabei komme es mehr denn je darauf an, die Aufgaben und Verantwortung klar zu benennen und attraktive Arbeitsbedingungen zu schaffen. „So können wir den Nachwuchs für die Pflege begeistern.“ Die gelernte Krankenschwester sowie studierte Pflegewissenschaftlerin und Gesundheitsökonomin weiß, wovon sie spricht. Ihre berufliche Karriere hat sie in Hoyerswerda begonnen. Danach arbeitete sie in Halle, wo sie am dortigen Uniklinikum als stellvertretende Pflegedirektorin tätig war. 2008 kam sie in selber Funktion nach Tübingen und löste 2010 den dortigen Pflegedirektor im Rahmen der Altersnachfolge ab. 2015 übernahm sie gleiche Funktion am Uniklinikum Dresden. Die gebürtige Görlitzerin kehrte damit in ihre sächsische Heimat zurück.

Der Geschäftsbereich Pflege, Service und Dokumentation hat seitdem eine neue Struktur bekommen. Durch das Zusammenspiel der Experteninnen und Experten kann die Pflege auf den Stationen optimal organisiert und immer wieder neu erfunden werden. Das deutschlandweit einmalige Innovationsmanagement prüft und etabliert beispielsweise immer wieder neue Programme und Projekte, um die Arbeit der Pflegenden zu unterstützen und aktiv die Qualität in der Krankenpflege zu sichern. Insbesondere auf dem Gebiet technischer Innovationen ist die Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen und StartUps wichtig. So werden derzeit textile Exoskelette in der Praxis erprobt. Ein weiteres dieser innovativen Projekte soll Vorteile des Einsatzes einer Dienstplanung gestützt auf Künstliche Intelligenz zeigen. „Durch die Arbeit der Experten in den Stabstellen können wir die Pflegedienstleistungen optimal unterstützen und innovative Impulse in der täglichen Pflegearbeit setzen. Die Teamarbeit ist dabei besonders wichtig“, sagt Jana Luntz.

Zudem kommt es natürlich auch darauf an, den Nachwuchs für die Pflege zu begeistern. Wichtiger Partner dabei ist die klinikumseigene Carus Akademie. Die Lernenden erfahren hier praxisnah neuestes Wissen zu ihren Berufen oder erlernen diese in Theorie und Praxis von Grund auf. Schon vor dem Start in eine Ausbildung bietet das Uniklinikum Schülern Praxistage an, lädt Schulklassen ein und informiert in den Schulen über Berufswege in der Pflege. Leitender Gedanke dabei: Unterschiedliche Professionen zusammenbringen und voneinander lernen. „Mein Dank geht deshalb zuallererst an alle Mitarbeitenden der Pflege, in der Apotheke, beim Transport, dem Service, in der Reinigung und Logistik sowie den Ärztinnen und Ärzten“, sagt sie. „Gerade in der aktuellen Corona-Pandemie erfahren wir jeden Tag, wie wichtig es ist, gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Nur so gelingt es uns, die Herausforderungen zu meistern“, sagt Prof. Michael Albrecht.

Dabei setzt Jana Luntz auf eine enge Verbindung von Pflege und Service. Ihr Geschäftsbereich umfasst beide Bereiche – gleichberechtigt im Dreiklang mit der Dokumentation. Dazu gehören zum Beispiel das Qualitäts- und Risikomanagement ebenso wie die Verantwortung des Personalbudgets, die berufsübergreifende Zusammenarbeit, Pflegestandards, neue Berufsbilder sowie die Aus- und Weiterbildung in den Pflegeberufen. „Gute Pflege hat immer auch etwas mit Service zu tun, Service an den und für die Patienten, Service in der Aus- und Weiterbildung, Service bei der Betreuung der Mitarbeitenden“, sagt sie. Ein Beispiel dafür ist das Sturzmanagement, in dem Stürze von Patientinnen und Patienten auf Station dokumentiert und ausgewertet werden. Auf dieser Grundlage sind Handlungsempfehlungen entstanden, wie Pflegende Stürze verhindern können.

Als Vorsitzende der Betriebsleitung ist Jana Luntz schließlich auch verantwortlich für Organisation und Prozesse, die alle anderen Bereiche des Klinikums einschließen. Auf diese Weise zeigt sie Verantwortung und Mut für Innovationen auch in Bezug auf das gesamte Unternehmen. Dies gilt ebenso für ihr Engagement als Aufsichtsratsvorsitzende der Uniklinikums-Tochtergesellschaft UKD Service GmbH. Über ihr Wirken im Uniklinikum Dresden hinaus engagiert sich Jana Luntz zudem im Vorstand der Dresdner Kinderhilfe e.V., ist Mitglied in der Expertenkommission „Gesundheitsstadt Berlin 2030“ und im Deutschen Pflegerat sowie Stellvertretende Vorstandsvorsitzende im Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätskliniken und Medizinischen Hochschulen Deutschlands e.V.

Kontakt für Journalisten
Universitätsklinikum Dresden
Geschäftsbereich Pflege, Service und Dokumentation
Pressestelle@uniklinikum-dresden.de

 

Die Deutschen Universitätsklinika
sind führend in der Therapie komplexer, besonders schwerer oder seltener Erkrankungen. Die 34 Einrichtungen spielen jedoch als Krankenhäuser der Supra-Maximalversorgung nicht nur in diesen Bereichen eine bundesweit tragende Rolle. Die Hochschulmedizin ist gerade dort besonders stark, wo andere Krankenhäuser nicht mehr handeln können: Sie verbindet auf einzigartige Weise Forschung, Lehre und Krankenversorgung. Die Uniklinika setzen federführend die neuesten medizinischen Innovationen um und bilden die Ärzte von morgen aus. Damit sind „Die Deutschen Universitätsklinika“ ein unersetzbarer Impulsgeber im deutschen Gesundheitswesen. Der Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) macht diese besondere Rolle der Hochschulmedizin sichtbar. Mehr Informationen unter: www.uniklinika.de

 

Spitzenmedizin für Dresden: Uniklinikum in deutschem Krankenhaus-Ranking unter den TOP 5
Deutschlands größter, im Oktober 2020 zum neunten Mal erschienener Krankenhausvergleich des Nachrichtenmagazins „Focus“ bescheinigt dem Universitätsklinikum Carl Gustav Dresden (UKD) eine hervorragende Behandlungsqualität. Die Dresdner Hochschulmedizin erreichte in diesem Jahr Platz vier im deutschlandweiten Ranking. Dies ist ein weiterer Beleg für die überdurchschnittliche Qualität der 21 Kliniken des UKD. Eine Vielzahl an Ärzten hatten Kliniken aus ganz Deutschland beurteilt. Hinzu kommen Qualitätsberichte der Kliniken sowie Patientenumfragen der Techniker Krankenkasse.

40 Krankheitsbilder wurden beim Focus-Vergleich für 2021 bewertet. Dabei schaffte es das Dresdner Uniklinikum mit 28 Indikationen in die Auflistung, für 19 Krankheitsbilder bietet das Uniklinikum eine Versorgung in der Spitzengruppe an. Top-Noten gab es für folgende Kliniken: Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Risikogeburten, Brustkrebs, Gynäkologische Krebserkrankungen), Dermatologie (Hautkrebs), Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie (Darmkrebs, Gallenblasen-Operationen),  Medizinische Klinik I (Darmkrebs), Neurochirurgie (Hirntumoren), Urologie (Prostatakrebs), Medizinische Klinik III (Diabetes), Psychotherapie und Psychosomatik (Angststörungen, Depression, Psychosomatik), Psychiatrie und Psychotherapie (Depression), Neurologie (Parkinson, Schlaganfall, Multiple Sklerose), UniversitätsCentrum für Orthopädie, Plastische & Unfallchirurgie (Endoprothetik, Wirbelsäulenchirurgie, Unfallchirurgie, Plastisch-Rekonstruktive Chirurgie)

Pflegedirektorin Jana Luntz. Foto: Uniklinikum Dresden / Thomas Albrecht