Großer Erfolg für die Universitätsmedizin Göttingen (UMG): Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat die UMG als Standortkoordinatorin für neues Deutsches Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ) in Göttingen ausgewählt. UMG koordiniert mit weiteren sechs Standorten in Berlin, Greifswald, Hamburg, Leipzig, München und Ulm die Konzeptentwicklung für das DZKJ.

(umg) Großer Erfolg für die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und weitere Partnereinrichtungen am Göttingen Campus: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat die UMG mit weiteren wissenschaftlichen Partnereinrichtungen aus Göttingen aus insgesamt 23 Bewerbungen zum Standort für das neue Deutsche Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ) ausgewählt. Die Entscheidung wurde in einem mehrstufigen Wettbewerbsverfahren auf der Grundlage von Empfehlungen zweier internationaler Expertengremien getroffen. Bewertet wurden unter anderem die langfristige Vision und das geplante Leitbild des Zentrums, die wissenschaftliche Exzellenz des Konzepts, der Innovationsgehalt der gemeinsamen Forschungsaktivitäten, die Integration von Grundlagen- und klinischer Forschung sowie die Management-Strukturen.

Neben Göttingen wurden als weitere Standorte für das neue DZKJ die koordinierenden Universitätskliniken Berlin, Greifswald, Hamburg, Leipzig, München und Ulm ausgewählt. Die Standorte setzen sich aus Hochschulen, Universitätskliniken und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zusammen, die regional, deutschlandweit und international eng miteinander zusammenarbeiten.

Ziel der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und den Ländern geförderten Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung ist es, besonders häufig auftretende Volkskrankheiten wirksamer bekämpfen zu können. Zu den bereits bestehenden sechs Zentren kommen jetzt zwei neue hinzu: Das Deutsche Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ) und das Deutsche Zentrum für Psychische Gesundheit (DZP). Dabei verknüpfen die Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung die Grundlagenforschung mit der klinischen sowie der Präventions- und Versorgungsforschung.

Deutsches Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ) – Standort Göttingen

Göttingen hat es geschafft und den Zuschlag für die Einrichtung als ein Standort im „Deutsches Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ)“ erhalten. Prof. Dr. Jutta Gärtner, Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der UMG, ist Standortkoordinatorin. Beteiligt sind die Universitätsmedizin Göttingen (UMG), die Georg-August-Universität Göttingen, die Max-Planck-Institute für Biophysikalische Chemie und für Experimentelle Medizin, das Deutsche Primatenzentrum Leibniz-Institut für Primatenforschung und das Fraunhofer Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie. Das neue Deutsche Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ) ist eingebunden in die international ausgewiesene Forschung in den Neurowissenschaften am Campus Göttingen (SFB889, SFB1190, SFB1002, SPP2205, MBExC, SPP1738, SFB860, TRR274, SFB1286, Heart&Brain Center, DZNE).

„Die Auswahl zum Partnerstandort im DKKJ spricht für die ausgezeichnete Expertise, die sich Göttingen auf dem Gebiet der neurowissenschaftlichen Forschung im Bereich der Kinder- und Jugendmedizin erworben hat. Mit unseren Partnereinrichtungen arbeiten wir seit Jahren mit hoher Kompetenz in der Grundlagenforschung bis zur Entwicklung neuer diagnostischer Möglichkeiten und Therapien für Kinder und Jugendliche mit Erkrankungen des Gehirns und Nervensystems. Dies hat offenbar überzeugt und zum Erfolg geführt“, sagt Prof. Jutta Gärtner.

„Dass Göttingen nach einem hochkompetitiven Auswahlverfahren als ein Standort für das Deutsche Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit ausgewählt wurde, belegt, dass hier national und international in der Spitzengruppe geforscht wird. Für die Universitätsmedizin Göttingen freuen wir uns außerordentlich, dass die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin mit ihrer jahrelangen, auf höchstem Niveau angelegten Forschungsqualität in den Neurowissenschaften die Koordinierung übernehmen wird“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Brück, Sprecher des Vorstandesder UMG.

Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler sagt zur Standortentscheidung des BMBF: „Das neue Deutsche Zentrum Kinder- und Jugendgesundheit am Standort Göttingen wird die Expertisen noch besser bündeln und innovative Behandlungsansätze schneller umsetzen. Das ist eine gute Nachricht für alle Patientinnen und Patienten. Göttingen hat bereits unter Federführung seiner Universitätsmedizin mit dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen und dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung zwei bundesweit bedeutende Zentren medizinischer Spitzenforschung. Die erneute Wahl bestätigt die herausragende Strahlkraft Göttingens als Stadt des Wissens und die Exzellenz des Forschungsstandorts Niedersachsen.“

Der Wissenschaftsstandort Göttingen vertritt das Thema GoBrain – Center for Child Brain Health Göttingen, das Kinder ZNS Zentrum Göttingen. Das menschliche Zentralnervensystem (ZNS) ist eine hochkomplexe Struktur, die von einer Vielzahl von Genen, genetischen Steuerungsmechanismen und Umweltfaktoren beeinflusst wird. Es bestimmt unsere sämtlichen Lebensfunktionen, einschließlich unseres Fühlens, Denkens und Handelns. Störungen in der Entwicklung oder Funktion des ZNS führen zu Behinderungen und neurologischen Erkrankungen, die neben Einschränkungen der geistigen und körperlichen Entwicklung zu Seh-, Hör, Sprach- und Verhaltensauffälligkeiten führen und sich meist schon in Kindheit oder Jugend manifestieren. Für die betroffenen Patient*innen und ihre Familien stellt dies eine extreme und oft lebenslange Belastung dar, die ihre Lebensqualität erheblich beeinträchtigt.

Das zentrale Anliegen des Göttinger Standorts des Deutschen Zentrums für Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ) ist es, Vorsorge, Diagnose und individuell angepasste Therapien für betroffene Kinder und Jugendliche zu entwickeln und gleichzeitig die besonderen Bedürfnisse der Patient*innen und ihrer Familien zu berücksichtigen. Hierbei arbeiten universitäre und außeruniversitäre Einrichtungen Göttingens in der Forschung eng zusammen. Aus diesem engen Netzwerk ergibt sich die wesentliche Stärke des DZKJ am Standort Göttingen: die Verknüpfung von wissenschaftlicher Forschung und klinischer Anwendung auf der Basis gebündelter Expertise und hohen interdisziplinären Austauschs zwischen hochspezialisierten Wissenschaftler*innen und Ärzt*innen.

Deutsches Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit – die Standorte

  • Berlin, Koordination: Charité – Universitätsmedizin Berlin
  • Göttingen, Koordination: Universitätsmedizin Göttingen
  • Greifswald, Koordination: Universitätsmedizin Greifswald
  • Hamburg, Koordination: Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf
  • Leipzig, Koordination: Universität Leipzig
  • München, Koordination: Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Ulm, Koordination: Universität Ulm

Die ausgewählten Standorte für das Deutsche Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ) werden nun in einer sechsmonatigen Konzeptentwicklungsphase ein Gesamtkonzept für das neue Zentrum erarbeiten. Darin werden eine gemeinsame Strategie zur zukünftigen Forschung und Zusammenarbeit sowie konkrete inhaltliche, programmatische und strukturelle Ziele für den Aufbau des Zentrums erarbeitet. Das Konzept soll darauf ausgerichtet sein, Diagnostik, Behandlung und Prävention in der Kinder- und Jugendgesundheit zu verbessern. Das Konzept wird anschließend durch ein internationales Expertengremium geprüft.

Deutsches Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit – Auftrag

Das neue Deutsche Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit (DZKJ) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Schwerpunkte der sieben Standorte reichen von der Krankheitsentstehung bis zur Präventions-, Diagnose- und Therapieforschung. Dazu kommen übergeordnete Fragestellungen, wie Zusammenhänge psychischer und körperlicher Erkrankungen. Standortübergreifend werden Kinder- und Jugendliche ganzheitlich in ihrer jeweiligen Lebensphase betrachtet. Grundsätzlich soll das DZKJ wie die anderen, bereits bestehenden Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung aufgebaut werden. Insbesondere in den Bereichen Diabetes-, Krebs- oder Lungenforschung wird eine enge Zusammenarbeit angestrebt. Darüber hinaus soll eine gemeinsame Forschungsplattform zwischen DZKJ und dem Deutschen Zentrum für Psychische Gesundheit

WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Prof. Dr. Jutta Gärtner,

 

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Koordiniert im neuen DZKJ den Standort Göttingen: Prof. Dr. Jutta Gärtner (Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der UMG). Foto: umg/kimmel