Leukämie- und Lymphomzentrum nach den Richtlinien der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert
Winnenden. In den vergangenen 40 Jahren haben sich in Deutschland Erkrankungen an Blut- und Lymphdrüsenkrebs verdoppelt. Das Onkologische Zentrum am Rems-Murr-Klinikum Winnenden hat bereits seit 2016 einen Schwerpunkt auf die hochspezialisierte Diagnose und Therapie dieser bösartigen Erkrankungen des Blutbildungssystems gelegt. Dieser Bereich wurde nun nach den Richtlinien der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert und als Leukämie- und Lymphomzentrum ausgezeichnet. Damit ist es bundesweit eines der ersten zertifizierten Zentren seiner Art.

Für die Zertifizierung hat sich das Leukämie- und Lymphomzentrum einer strengen Qualitätskontrolle durch eine unabhängige Fachkommission unterzogen. Geprüft wurden unter anderem die reibungslose Betreuung der Patienten durch Fachleute unterschiedlicher Disziplinen – auch über Versorgungsgrenzen hinweg, die Behandlung bis hin zur Stammzelltransplantation sowie die spezialisierte Blut- und Knochenmarkdiagnostik, anhand evidenzbasierter Qualitätskriterien oder der Zugang von Patienten zu klinischen Studien. Die hohen fachlichen und organisatorischen Zertifizierungsanforderungen hat das Leukämie- und Lymphomzentrum alle erfüllt. Das verliehene Gütesiegel der Deutschen Krebsgesellschaft belegt, dass Patienten im spezialisierten Krebszentrum von der Diagnose über die Behandlung bis hin zur Nachsorge auf höchstem Qualitätsniveau versorgt werden.

„Uns ist es besonders wichtig, dass unsere Patienten nicht nur spitzenmedizinisch behandelt werden, sondern dass dies auch in einer familiären Atmosphäre geschieht. Deshalb freue ich ganz besonders, dass die Prüfkommission das dafür notwendige harmonische Zusammenarbeiten von allen Kolleginnen und Kollegen besonders gelobt hat“, betont Prof. Dr. Markus Schaich, Leiter des Leukämie- und Lymphomzentrums, sowie des Onkologischen Zentrums.

Entscheidend für die bestmögliche Behandlung von Krebspatienten ist die eingespielte Zusammenarbeit aller an der Behandlung beteiligten medizinischen Fächer in einem Expertennetzwerk. Dafür haben die Rems-Murr-Kliniken unter dem Dach des von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Onkologischen Zentrums ihre Kompetenzen in spezialisierten Krebszentren gebündelt. Dort werden für jeden Patienten die optimalen Therapiestrategien entsprechend seiner Krebserkrankung entwickelt. Neben dem Leukämie- und Lymphomzentrum gehören zum Onkologischen Zentrum das Brustzentrum, das Darmkrebszentrum, das Gynäkologische Krebszentrum, das Pankreaszentrum und das Prostatazentrum, die allesamt zertifiziert sind. Zertifizierte Organkrebszentren müssen jährlich nachweisen, dass sie die fachlichen Anforderungen zur umfassenden Behandlung einer Tumorerkrankung sowie an ein etabliertes Qualitätsmanagementsystem erfüllen.

Für Patienten und Angehörige stehen neben dem breiten diagnostischen Angebot und operativen, medikamentösen und radioonkologischen Behandlungen auch zahlreiche ergänzende Angebote zur Verfügung. Dazu zählen u. a. Leistungen der Komplementärmedizin, psychoonkologische Betreuung, Sozialberatung, Physiotherapie, Musik-, Kunst- und Sporttherapie, Ernährungsberatung und Seelsorge.

 www.rems-murr-kliniken.de