Wie das Immunsystem Viren bekämpft und warum es manchmal selbst zur Gefahr wird, erforscht Prof. Dr. Stephan Ehl am Universitätsklinikum Freiburg / In einem Online-Vortrag am 5. Mai gibt er Einblicke in seine Immunforschung

Es scheint paradox: Das Immunsystem kann eine Sars-CoV-2-Virusinfektion oft wirksam bekämpfen. Gleichzeitig leiden Menschen mit einer besonders schweren Covid-19-Erkrankung weniger am Virus selbst, sondern an einer fehlgesteuerten Immunantwort. Welche Rolle dabei sogenannte T-Immunzellen spielen und was die Wissenschaft von Kindern mit seltenen, angeborenen Immunkrankheiten lernen kann, berichtet der Kinderarzt und Immunologe Prof. Dr. Stephan Ehl im Online-Vortrag „Nutzen und Schaden durch das Immunsystem – eine heikle Balance“ am Mittwoch, 5. Mai 2021 um 18.30 Uhr. Ehl ist Ärztlicher Leiter des Centrums für Chronische Immundefizienz am Universitätsklinikum Freiburg. Die in seiner Forschung gewonnenen Erkenntnisse erlauben ein generell besseres Verständnis der Immunantwort und sind für die Entwicklung neuer Therapien entscheidend. Der Livestream des Vortrags wird unter www.uniklinik-freiburg.de/1hspitzenforschung übertragen. Nach dem rund 40-minütigen Vortrag gibt es Gelegenheit für Fragen.

Zur Person:
Prof. Dr. Stephan Ehl ist Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin. Er studierte in Aachen, Erlangen und München. Nach Stationen in Ulm und Zürich ist er seit 1998 am Universitätsklinikum Freiburg tätig. Seit 2008 leitet er das Centrum für Chronische Immundefizienz, zunächst als wissenschaftlicher Direktor, seit 2012 als Medizinscher Direktor. Ehl ist Sprecher des Sonderforschungsbereichs 1160 IMPATH und Direktor des Instituts für Immundefizienz am Universitätsklinikum Freiburg. Er wurde unter anderem von der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie ausgezeichnet. 2020 wurde er in die Nationale Akademie der Wissenschaften – Leopoldina aufgenommen.

 

Die Vortragsreihe:
Der Vortrag ist Teil der Reihe „Eine Stunde Spitzenforschung“ des Universitätsklinikums Freiburg und der Medizinischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, in der Freiburger Mitglieder der Nationalen Akademie der Wissenschaften – Leopoldina einem breiten Publikum Einblicke in ihre Forschung geben. Die Reihe wird durch die Leopoldina unterstützt.

Weitere Termine:

Mittwoch, 9. Juni 2021, 18.30 Uhr
Prof. Dr. Dr. med. Katharina Domschke, Ärztliche Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Epigenetik – Schnittstelle zwischen Risiko und Resilienz bei psychischen Erkrankungen

 

Mittwoch, 7. Juli 2021, 18.30 Uhr
Prof. Dr. Charlotte Niemeyer, Ärztliche Direktorin der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie
Erbliche Veranlagung als Risikofaktor für Leukämie

 

Kontakt:
Johannes Faber
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Freiburg

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Bildunterschrift: Prof. Dr. Stephan Ehl
Bildquelle: Universitätsklinikum Freiburg / Britt Schilling

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