Mit 15 Organspenden im vergangenen Jahr nimmt Freiburg im nationalen Vergleich einen Spitzenplatz ein

Die Organspende genießt einen hohen Stellenwert in der intensivmedizinischen Behandlung am Lebensende auf den Intensivstationen des Universitätsklinikums Freiburg – und dies auch unter den schwierigen Bedingungen der Corona-Pandemie. „Im vergangenen Jahr konnten wir 15 Intensivpatient*innen den Wunsch nach einer Organspende erfüllen, nachdem alle kurativen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft waren und keine Hoffnung auf ein Überleben mehr bestand“, sagt Dr. Klaus Michael Lücking, Organspendebeauftragter des Universitätsklinikums Freiburg. Von den insgesamt 45 gespendeten Organen wurden 9 Organe in Freiburg transplantiert. Im nationalen Vergleich nimmt das Universitätsklinikum Freiburg damit nach dem Universitätsklinikum Dresden erneut einen Spitzenplatz ein, wie der Mitte April publizierte Jahresbericht 2020 der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) zeigt.

Die Corona-Pandemie führte in einigen europäischen Ländern zu einem erheblichen Einbruch der Organspenden – in Deutschland waren diese erfreulicherweise stabil. Dennoch hat sich an der grundlegenden Situation in der Organspende und Transplantationsmedizin in Deutschland wenig geändert, denn weiterhin klafft eine erhebliche Lücke zwischen der Zahl der gespendeten Organe und den Patient*innen auf den Wartelisten, insbesondere für die Organe Herz und Niere.

Hier finden Sie den Jahresbericht der Deutsche Stiftung Organtransplantation.