Neuer Studiengang Intensivpflege: Fachkräfte stellen sich Herausforderungen

Medizinische Fakultät der Unimedizin Rostock schafft berufsbegleitendes Qualifizierungsangebot für Intensivpflegekräfte

Rostock – Moderne Technik, neue Behandlungsmethoden, vielseitige Forschungsthemen: Die Intensivmedizin entwickelt sich ständig weiter. Pflegekräfte müssen mit der Zeit gehen und sich diesen Herausforderungen stellen. Mit dem neuen berufsbegleitenden Studiengang Intensivpflege (Bachelor of Science) über acht Semester erhalten sie das nötige Rüstzeug, um schwerkranke Patienten noch besser versorgen zu können. Die Medizinische Fakultät der Universitätsmedizin Rostock bietet den Studiengang Intensivpflege ab dem Wintersemester 2021/20222 an. „Die Akademisierung in Gesundheitsberufen schreitet voran. Wir möchten mit dem neuen Studiengang die Pflegekräfte zur akademischen Weiterbildung motivieren und so auch dem Mangel an hochspezialisierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf Intensivstationen begegnen. Dieses Defizit war gerade in den letzten Monaten in ganz Deutschland deutlich spürbar“, erklärt Prof. Dr. Emil Reisinger, Dekan und Wissenschaftlicher Vorstand.

Voraussetzung für die Zulassung sind das Abitur, eine abgeschlossene Ausbildung in einem Pflegeberuf und mindestens zwei Jahre Berufserfahrung auf einer Intensivstation. Interessenten, die keine Hochschulreife haben, können sich bis zum 31.März für die Hochschulzugangsprüfung bewerben. Der Studiengang ist nicht zugangsbeschränkt. „Die schon jetzt hochspezialisierten Intensivpflegekräfte erhalten dadurch tiefgreifende Fachkompetenzen, beispielsweise bei der Beatmung und im Umgang mit kritisch kranken dementen Patienten. Außerdem können sie mit der akademischen Qualifizierung aktiv an Forschungsprojekten mitwirken“, betont Pflegevorstand Annett Laban. Im Schwerpunkt wird medizinisch-therapeutisches und pflegewissenschaftliches Wissen vermittelt.

Für Pflegekräfte, die bereits eine Fachweiterbildung der Anästhesie und Intensivpflege abgeschlossen haben, ist der Studiengang besonders zu empfehlen. Die Inhalte ihrer Weiterbildung sind zum Großteil im neuen Studiengang abgebildet, daher werden die ersten vier Semester angerechnet. Die berufsbegleitende Qualifizierung beinhaltet Präsenzzeiten und Phasen des Selbststudiums. „Das hat den Vorteil, dass sich die Teilnehmer ihre Lernphasen neben der täglichen Arbeit zum Großteil flexibel einteilen können“, begründet Laban. Pflegekräfte aus der Unimedizin Rostock, aber auch Intensivpflegkräfte aus anderen Häusern und anderen Bundesländern haben schon Interesse bekundet.

Kontakt

E-Mail: intensivpflege@med.uni-rostock.de

Weitere Infos: https://www.med.uni-rostock.de/forschung-lehre/studium-und-lehre/intensivpflege/aktuelles

 

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