Kiel, 20. April 2021

Universitäres Niveau in Schleswig: Radiologie des UKSH kooperiert mit Helios Klinikum Schleswig

Die bildgebende Diagnostik spielt in allen Bereichen der Medizin eine wichtige Rolle. Mit der jetzt gestarteten Kooperation gestalten das Helios Klinikum Schleswig und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, die Versorgungslandschaft im Bereich der Radiologie neu und bieten Patientinnen und Patienten in Schleswig und der umliegenden Region damit weiterhin eine gute und sichere Versorgung auf hohem Niveau.

Ein Novum: Die Klinik für Radiologie und Neuroradiologie, Campus Kiel, schließt mit dem Helios Klinikum Schleswig einen umfassenden Kooperationsvertrag zur radiologischen Versorgung in Schleswig. Erstmalig in Schleswig-Holstein wird hierbei auch ein „Flying Doctor Service“ eingesetzt. Erleidet eine Patientin oder ein Patient in Schleswig einen schweren Schlaganfall, kommt jetzt eine Neuroradiologin oder ein Neuroradiologe des UKSH auf dem schnellsten Weg ins Helios Klinikum Schleswig. Bislang mussten die Patientinnen und Patienten nach Kiel gebracht werden. „Die neue Regelung spart ein bis zwei Stunden ein – kostbare Zeit bei einem Schlaganfall“, sagt Prof. Dr. Olav Jansen, Direktor der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie des UKSH, Campus Kiel.

Die Radiologie in Schleswig wird strategisch weiterentwickelt und durch neue innovative Ansätze ein Höchstmaß an diagnostischer Sicherheit und Schnelligkeit für die Patientinnen und Patienten etabliert. Dr. John Näthke, Geschäftsführer des Helios Klinikum Schleswig, freut sich über die Neuausrichtung: „Die Kooperation mit dem UKSH stellt für uns einen substanziellen Gewinn an radiologischer Expertise auf universitärem Niveau dar.“ Die Patientinnen und Patienten profitieren von einem umfangreichen Angebot an Diagnose- und Therapieverfahren, die stets den neuesten Standards entsprechen.

Zur Vereinbarung gehört auch eine telemedizinische Versorgung, die tagsüber greift: Radiologische Aufnahmen, die von Fachärztinnen und -ärzten in Schleswig erfolgen, werden ab sofort von Expertinnen und Experten in Kiel befundet. Nachts schließt sich eine teleradiologische Versorgung an – die Indikationsstellung und die Wahl der Untersuchungsmethode obliegt dann den Ärztinnen und Ärzten des UKSH, die über eine Online-Verbindung mit dem medizinischen Personal in Schleswig verbunden sind.

Unter der Leitung von Prof. Jansen wird die radiologische Versorgungslandschaft im Helios Klinikum Schleswig neugestaltet und setzt Maßstäbe. Gemeinsam mit den Schleswiger Ärzten und Mitarbeitern der Radiologie wird das Team von Prof. Jansen die wichtige Schnittstelle zur Akutneurologie, zur Notaufnahme und zur Neurorehabilitation ausbauen. Täglich ist immer auch eine Kollegin oder ein Kollege aus dem UKSH zur Unterstützung in Schleswig vor Ort.

Die enge Kooperation, die bereits Anfang April gestartet ist, kommt den Patientinnen und Patienten in Schleswig zugute. „Wir bieten ihnen auf diese Weise eine qualitativ höchstwertige Versorgung. Sie profitieren vom breiten Fachwissen der fast 40 Radiologinnen und Radiologen und einer High-End-Medizin, wie sie nur ein großes Universitätsklinikum vorhalten kann“, sagt Prof. Jansen.


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