Eierstockkrebs – Wissen macht Mut

Telefonaktion des Klinikums Straubing zu tückischer Erkrankung anlässlich des Welttags trifft auf großen Zuspruch

 

Die Telefonaktion des Klinikums Straubing zum Thema Eierstockkrebs traf auf großen Zuspruch. Die beiden Experten Dr. Carsten Scholz, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, und Privatdozent Dr. Jochen Grassinger, Leiter des Onkologischen Zentrums, beantworteten die Fragen der Frauen rund um Nachsorge und Behandlungsverfahren der lebensbedrohlichen Erkrankung. Anlass für das Angebot ist der Welteierstockkrebstag, den die Deutsche Stiftung Eierstockkrebs jedes Jahr im Mai austrägt. Hier eine Auswahl der interessantesten Fragen.

 

Ich bin vor sieben Jahren wegen eines fortgeschrittenen Eierstockkrebs operiert worden. Muss ich nach so langer Zeit noch weiter regelmäßig einmal im Jahr zur Tumornachsorge gehen?

Dr. Carsten Scholz: Ja, die Krebs-Nachsorge ist lebenslang nötig. Dabei ist neben der fachärztlichen gynäkologischen Untersuchung auch der Ultraschall von der Scheide und dem Oberbauch wichtig. Weitere bildgebende Verfahren wie die Computertomographie sind nur bei Beschwerden sinnvoll. Ähnliches gilt für die Bestimmung von Tumormarkern, die nicht routinemäßig erfolgen sollte. Ganz besonders wichtig ist ein guter Lebensstil mit regelmäßiger, also täglicher Bewegung beispielsweise Spaziergängen sowie eine ausgewogene Ernährung.

 

Ich bin eine 68-jährige Patientin. Meine Mutter hatte mit 83 Jahren einen Eierstockkrebs, sonst sind keine weiteren Krebserkrankungen in meiner Familie bekannt. Muss ich bei den Vorsorgeuntersuchungen etwas beachten?
Dr. Jochen Grassinger: Nachdem bei Ihnen und Ihrer Familie keine weiteren Erkrankungen wie Brustkrebs, Eierstockkrebs oder Darmkrebs bekannt sind und Ihre Mutter sehr spät erkrankt ist, ist es sehr unwahrscheinlich, dass eine erbliche Tumorerkrankung in Ihrer Familie besteht. Zu empfehlen sind bei Ihnen somit weiterhin die regulären frauenärztlichen Vorsorgeuntersuchungen einschließlich Mammografie (in der Regel sind alle zwei Jahre ausreichend) und jährliche Unterleibsuntersuchungen. Eine weiterführende Untersuchung der Beckenorgane zum Beispiel mittels Ultraschall sollte dann erfolgen, wenn unklare Symptome bestehen.

Nachdem bei mir Eierstockkrebs im fortgeschrittenen Alter diagnostiziert wurde, hatte ich eine Chemotherapie erhalten und nun eine Therapie mit einem Antikörper. Gibt es noch weitere Therapiemöglichkeiten?
Dr. Grassinger: Das Ziel bei Ihrer fortgeschrittenen Erkrankung war es, die Krebszellen, welche nicht durch eine Operation entfernt werden konnten, durch die Chemotherapie soweit wie möglich zurückzudrängen. Die Antikörpertherapie, die Sie aktuell erhalten, dient nun dazu, den Krebs so lange wie möglich am Wachsen zu hindern und den aktuellen Zustand zu erhalten, deshalb sagt man dazu Erhaltungstherapie. Man sollte diese Therapie so lange durchführen, bis die Erkrankung sich verschlimmert. Dann muss man entscheiden, welche Therapie als nächstes zu empfehlen ist. Inzwischen sind wir in der glücklichen Lage, dass nicht nur eine Chemotherapie, sondern auch eine sogenannte „zielgerichtete Therapie“ für viele Patientinnen mit Eierstockkrebs in Frage kommt.

Ich habe eine Operation bei Diagnose eines Eierstockkrebs hinter mir und soll nun eine Chemotherapie erhalten. Ich habe Angst, dass damit starke Nebenwirkungen verbunden sind.
Dr. Grassinger: Eine Chemotherapie ist in bestimmen Fällen bei Eierstockkrebs leider notwendig, da nur so die Erkrankung ausreichend gut behandelt werden kann. Eine Chemotherapie kann natürlich belastend sein, wir haben aber in den vergangenen Jahren viele neue Möglichkeiten bekommen, zum Beispiel mit Tabletten gegen Übelkeit, um die Nebenwirkungen erträglich zu machen. In der Regel kann man so die Nebenwirkungen wirksam eindämmen und die Lebensqualität auch unter der Chemotherapie sehr gut erhalten.

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Klinikum St. Elisabeth Straubing GmbH

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Dr. Carsten Scholz und Privatdozent Dr. Jochen Grassinger beantworteten die Fragen der anrufenden Frauen. Wer sich mit Wissen der Krankheit stellt, kann diese besser überwinden.

Foto (honorarfrei):  Johannes Lehner

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