Chefärztin Dr. Rebecca Knoche und Therapieleiter Jan Schiborr sprechen in „Der MEDICLIN-Podcast“ darüber, welche Hilfen es bereits für seelisch kranke Kinder und Jugendliche gibt und wo Verbesserungsbedarf besteht

Bad Bodenteich, 15. Juni 2022. Bei einer psychischen Krise zählt die Suche nach professioneller Unterstützung zu den wichtigsten Schritten der Besserung. Wer nach psychologischen Beratungs- und Therapieangeboten sucht, scheitert jedoch oft an langen Wartezeiten und überlasteten Kliniken. Während der Corona-Pandemie hat sich dieses Problem vor allem bei Kindern und Jugendlichen verschärft, erklären die Expert*innen der MEDICLIN Seepark Klinik, Dr. Rebecca Knoche (Chefärztin der Klinik für Akutpsychosomatik Kinder und Jugendliche) und Jan Schiborr (Therapieleiter der Rehabilitationsklinik für Kinder-, Jugend- und Familienpsychosomatik und Psychotherapie) in der neuen Folge von „Der MEDICLIN-Podcast – Kinder in der Pandemie“.

Knoche beschreibt im Interview, wie angespannt die Situation in den psychosomatischen Akutkliniken aufgrund steigender Nachfrage, fehlender Angebote und des Personalmangels geworden ist und welche Möglichkeiten digitale Angebote schaffen. „Es gibt immer mehr niedrigschwellige Hilfen, aber aus meiner Perspektive sind es noch nicht genug“, betont die Expertin. Von niedrigschwelligen Hilfsangeboten spricht man, wenn Anlaufstellen Betroffene und ihre Angehörigen störungsunspezifisch beraten und ohne spezielle Expertise bei der Bewältigung von Krisensituationen unterstützen. Selbsthilfegruppen und Onlineprogramme sind Beispiele für niedrigschwellige Behandlungsformen, die den Zugang zu Versorgungsangeboten erleichtern und beschleunigen sollen.

„Ich glaube, wir haben jetzt alle gesehen, wie wichtig es ist, Institutionen in einer Gesellschaft zu haben, die mit auf die Kinder aufpassen“, sagt Schiborr. Auch die MEDICLIN Seepark Klinik arbeitet mit dem Neubau des neuen Krankenhauses für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Bad Bodenteich an der Erweiterung ihrer Behandlungskapazitäten, um dem erhöhten Versorgungsbedarf gerecht zu werden. Schiborr erklärt außerdem, wie wichtig es ist, dass Eltern auch auf sich selbst achten und sich vom sozialen Umfeld helfen lassen – vor allem wenn sie lange Wartezeiten überbrücken müssen. Knoche richtet sich an betroffene Kinder und Jugendliche und ermutigt sie, sich gegenüber ihren Eltern zu öffnen: „Es ist wichtig, dass ihr mit euren Eltern wieder ins Gespräch kommt!“

Podcast-Staffel zu Kindern in der Pandemie: Infos und Tipps von Expert*innen für Betroffene und Angehörige

Die Folge „Warum niedrigschwellige Hilfe wichtig ist und Kinder besser geschützt werden müssen“ ist die sechste und vorerst letzte Folge der Podcast-Staffel “Kinder in der Pandemie“, in der sich alles um unsere Kinder und Jugendlichen dreht. Expertinnen und Experten der MEDICLIN Seepark Klinik klären ausführlich über den Einfluss der Pandemie auf die seelische Gesundheit auf. Sie beleuchten verschiedene psychische Erkrankungen, Alarmsignale, Behandlungsmöglichkeiten und die Gesamtsituation in Deutschlands Kinder- und Jugendpsychiatrien.
Zu hören sind sie auf Podcast-Plattformen wie Apple, Spotify, Google Podcasts, Deezer und Amazon Music. Die aktuelle Folge finden Interessierte auch auf der Übersichtsseite www.mediclin.de/podcast-kinder-in-der-pandemie.

„Der MEDICLIN-Podcast“ startet nach der Sommerpause mit der dritten Staffel und neuen Themen im Herbst 2022.

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Salem Ikalo

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Über die MEDICLIN Seepark Klinik
Zur MEDICLIN Seepark Klinik in Bad Bodenteich gehören eine Klinik für Akutpsychosomatik mit dem Schwerpunkt Essstörungen, eine Fachklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie eine Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychosomatik und Psychotherapie. Neben einem Zentrum für Schmerztherapie und einem Zentrum für Kinder-, Jugend- und Familientherapie befindet sich in der Klinik ein Zentrum für Essstörungen. In einem speziell eingerichteten Adipositas-Zentrum können schwerst adipöse Menschen mit einem Körpergewicht von bis zu 350 Kilogramm behandelt werden. Die MEDICLIN Seepark Klinik verfügt über 256 Betten, rund 240 Mitarbeiter*innen sind hier beschäftigt.