Institut für medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene untersucht positive Covid-19-Proben auf Mutanten / Erstmals britische Variante nachgewiesen

Rostock – Die Ursprungsvariante „Wildtyp“ oder doch die mutierte SARS-CoV-2-Variante? Das untersucht die Universitätsmedizin ab sofort bei allen Proben, die im Labor positiv getestet wurden. „Die zusätzliche Überprüfung funktioniert mit unseren vorhandenen Diagnostikgeräten. Wir haben einen entsprechenden Test etabliert, neue Programme installiert und Auswertungsalgorithmen angepasst“, sagt Dr. Thomas Köller, zuständig für die PCR-Testung am Institut für Medizinische Mikrobiologie. „Kurz gesagt: Mit dem gleichen Gerätepark ist jetzt viel mehr Diagnostik möglich.“ Nun können die Wissenschaftler und Labormitarbeiter neben dem ursprünglichen Virus die britische, die südafrikanische Variante und sogar brasilianische, nigerianische und dänische Mutationen erkennen. „So erhalten wir einen Überblick über das Vorkommen der fünf Mutationen des Coronavirus“, sagt Köller. In einer Probe aus dem Corona-Testzentrum ist am Dienstag erstmals die britische Mutation nachgewiesen worden.

Noch laufen die frisch eingerichteten Testreihen manuell und nicht automatisiert. „Das ist natürlich aufwändig und personell herausfordernd“, ergänzt Dr. Philipp Warnke, Oberarzt und Leiter der Sektion Hygiene. „Unser Institut hat im vergangenen Jahr eine enorme Expertise bei den Covid-19-Tests aufgebaut. Wir sehen uns in der Verantwortung, als Universitätsmedizin, auch weiterhin in die hochqualitative Diagnostik sicherzustellen und die Forschung voranzubringen.“ Die momentan im Labor getesteten Proben – bis zu 1.000 pro Tag – stammen aus dem Corona-Testzentrum, den verschiedenen Kliniken, medizinischen Versorgungszentren und weiteren externen Häusern. „Wir stehen als Landeseinrichtung auch MV-weit zur Verfügung“, verspricht Prof. Dr. Andreas Podbielski, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene.

 

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Bildunterschrift: Molekularbiologe Dr. Thomas Köller (l.) und Oberarzt PD Dr. Philipp Warnke vor einer Schmelzpunktanalyse, mit der die Virusvarianten erkannt werden.
Bildquelle: Unimedizin Rostock