Kunst, Kongress und Graffiti

Die Forensische Psychiatrie begeht Jubiläumsjahr

Rostock/Gehlsdorf: Die Klinik für Forensische Psychiatrie der Unimedizin Rostock feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Jubiläum. Eine Veranstaltungsreihe wird die Arbeit der Klinik in den nächsten Monaten ins Licht der Öffentlichkeit rücken.

Im April eröffnete in den Räumen der Klinik eine Ausstellung mit künstlerischen Werken von Patienten. Die etwa 100 Erkrankten waren aufgerufen, sich mit Malereien, Zeichnungen oder Werkstücken aus verschiedenen Materialien zu beteiligen. Fast 20 Kunstwerke sind noch bis Mitte Juli in der Klinik ausgestellt und können dort von Patienten und ihren Besuchern je nach Coronalage besichtigt werden. Das beste Ausstellungsobjekt wird nicht nur mit einem Gutschein prämiert, sondern auch das Titelblatt des neuen Klinikflyers zieren. Derzeit ist geplant, die Werke im November in der Aula der Universität auch der breiten Bevölkerung vorzustellen.

Auch in einem weiteren Projekt können die Patienten künstlerisch aktiv sein: Voraussichtlich im Frühsommer verschönert ein bekannter Graffitikünstler gemeinsam mit ihnen bei einem Graffitiworkshop die Mauern der Klinik. Und schließlich steht im August noch der Verkauf von Werkstücken aus der Ergotherapie auf dem Plan.

Anlässlich des Klinikjubiläums findet am 8. und 9. November 2021 im Radisson Blue Hotel ein wissenschaftliches Symposium zum Thema „Best Practice und Innovation im Maßregelvollzug“ statt. Klinikdirektorin Prof. Birgit Völlm freut sich auf ein neues Format: „Neben Vorträgen und Workshops gibt es ein ‚Speed-Dating Forschung‘, um Forschungsergebnisse oder -projekte in jeweils fünf Minuten kompakt zu präsentieren. Damit sprechen wir nicht nur etablierte, sondern auch junge Forscher an und geben ihnen eine Bühne.“

Die Klinik für Forensische Psychiatrie wurde am 16. März 2001 als dritte Klinik dieser Art in Mecklenburg-Vorpommern in Betrieb genommen. Sie bietet 103 Behandlungsplätze für psychisch kranke Straffällige, die meisten davon mit einer Abhängigkeitserkrankung. Zehn der Behandlungsplätze sind für Jugendliche, die aufgrund einer psychischen Erkrankung straffällig geworden sind, drei sind in einer therapeutischen Außenwohnung zur Erprobung vor Entlassung.

Ansprechpartnerin für die Presse:

Universitätsmedizin Rostock

Bildunterschrift: Die Patienten der Forensischen Psychiatrie haben viel Ideenreichtum und Geschick bewiesen.

 

Bildquelle: Unimedizin Rostock