Bonn, 5. Februar 2021 – Um nachvollziehen zu können, inwieweit sich Varianten des SARS-Coronavirus 2 (SARS-CoV-2) hierzulande verbreiteten, wird in Deutschland immer mehr auf Mutationen getestet. Die Virologie am UKB beteiligt sich an dieser Strategie und untersucht positive SARS-CoV-2-Proben auf Mutationen, z.B. auf die Mutation N501Y und andere. Bereits etwa 20 Fälle von Virenvarianten konnten am UKB nachgewiesen werden. Entsprechend der neuen Coronavirus-Surveillanceverordnung wendet die Virologie am UKB nun auch die Ganzgenomsequenzierung zur vollständigen Entschlüsselung der Coronaviren an.

Die Lockdown-Maßnahmen in Deutschland scheinen aktuell langsam Wirkung zu zeigen. Jedoch bleibt die Sorge, dass im Ausland festgestellte, infektiösere Varianten des Coronavirus, sich auch in Deutschland verbreiten und die Zahlen wieder steigen lassen. RNA-Viren gelten als besonders mutationsfreudig und Virusvarianten können im schlimmsten Fall die Immunantwort unterlaufen. Das Institut für Virologie am Universitätsklinikum Bonn (UKB) hat bereits vor einigen Wochen damit begonnen, positive SARS-CoV-2-Proben auf Mutationen zu testen. Untersucht wird hierbei vor allem auf Mutationen, die typisch sind für die bekannte britische, südafrikanische und brasilianische Virusvariante. Verdachtsfälle werden dem zuständigen Gesundheitsamt sowie dem Einsender der Proben gemeldet.

Außerdem wendet die Virologie am UKB die Ganzgenomsequenzierung an. Mithilfe dieser ausführlichen Entschlüsselung der Viren kann das Auftreten völlig neuer Varianten frühzeitig entdeckt werden. Das hochsensitive Verfahren benötigt allerdings mehrere Tage bis zum Resultat, da die Coronaviren ein für RNA-Viren ungewöhnlich großes Genom besitzen. „Zur schnellen Auffindung bekannter Varianten eignen sich daher recht gut alternative Verfahren mit Ergebnis innerhalb eines Tages. Es handelt sich um besondere Arten von PCR-Tests, die ein fast sicheres Ergebnis liefern und auch bei Proben mit geringer Viruslast anwendbar sind,“ so Prof. Anna Maria Eis-Hübinger, Leiterin der Krankenversorgung des Instituts für Virologie am UKB. Bislang wurden alle mit Schnellverfahren ermittelten Varianten durch die Ganzgenomsequenzierung bestätigt.

 

Zum Universitätsklinikum Bonn: Im UKB werden pro Jahr über 400.000 Patienten*innen betreut, es sind über 8.000 Mitarbeiter*innen beschäftigt und die Bilanzsumme beträgt über 1 Mrd. €. Neben den über 3000 Medizin- und Zahnmedizin-Studierenden werden pro Jahr über 500 junge Menschen in anderen Gesundheitsberufen ausgebildet. Das UKB steht im Wissenschafts-Ranking auf Landesebene auf Platz 1 unter den Universitätsklinika in NRW, weist den dritthöchsten Case Mix Index (Fallschweregrad) in Deutschland auf und hatte 2019 das wirtschaftlich erfolgreichste Jahresergebnis aller 35 deutschen UKs und die einzige positive Jahres-Bilanz der UKs in NRW.

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Prof. Anna Maria Eis-Hübinger, Leiterin der Krankenversorgung des Instituts für Virologie am UKB, und ihr Team konnten bereits etwa 20 Fälle von Virenvarianten nachweisen.
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