Bequeme Mützen für krebskranke Patienten

Frauen vom Camminer Windspielverein setzen sich an die Nähmaschine

Rostock – 29 Mützen haben die Frauen vom Camminer Windspielverein für Krebspatienten der Unimedizin Rostock genäht. „Normalerweise nähen wir gemeinsam. Wegen der Coronapandemie musste das nun jede für sich allein machen. Auch wenn dabei weniger Gemeinschaftsgefühl aufkam, sind doch schöne Mützen für den guten Zweck entstanden“, sagt Anke Lipke, Physiotherapeutin an der Unimedizin. Sie ist selbst in dem Verein aktiv und hat fleißig mitgenäht. „Die Mützen kommen bei unseren Patienten sehr gut an, trotz Haarausfall fühlen sich einige unserer Patienten deutlich wohler und geschützter“, sagt Stationsschwester Janine Schreiber. Das Pflegepersonal findet die Nähaktion klasse, weil den Patienten damit eine kleine Freude bereitet wird.

Schon zum zweiten Mal haben die Frauen verschiedenste Modelle für die Patienten der Hämatologie und Onkologie angefertigt. Dabei hatten sie auch die Erfahrungen aus der ersten Aktion mit einfließen lassen und die Modelle in Material, Stoffdichte und in der Größe angepasst. Die Mützen sind aus verschiedenem leichten Jersey in bunten Farben und Mustern. Für die Herren gibt es auch Kopfbedeckungen in gedeckten Tönen. „Wir haben sie außerdem etwas weiter genäht, damit sie am Kopf nicht drücken, und einen relativ dünnen Stoff gewählt, um unangenehmes Schwitzen zu vermeiden“, ergänzt sie. Ganz besonders freut sich die Physiotherapeutin, dass sich auch der jugendliche Sohn von einem Vereinsmitglied für die Aktion begeistern konnte und sich an die Nähmaschine gesetzt hatte.

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Bildunterschrift: Physiotherapeutin Anke Lipke verteilt die Mützen, nachdem sie noch einmal gewaschen wurden, auf den Stationen der Hämatologie und Onkologie.
Bildquelle: Unimedizin Rostock